Vortrag und Diskussion
China ist heute wirtschaftlich, technologisch und geopolitisch ein zentraler Akteur der internationalen Politik. Während westliche Staaten mit inneren Krisen und globalen Machtverschiebungen ringen, tritt die Volksrepublik selbstbewusst auf. In der Außenwahrnehmung ergibt sich dabei ein gemischtes Bild: Einige bewundern China für seine Vorreiterrolle bei Zukunftstechnologien wie Robotik und Elektromobilität, andere betrachten es als Stabilitätsfaktor in einer global fragmentierten Ordnung. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Volksrepublik für autoritäre Herrschaft, Menschenrechtsverletzungen und geopolitische Machtprojektion steht – und mit Blick auf Taiwan auch für militärische Bedrohung. Im Indopazifik, aber ebenso in Europa, stellen sich daher grundlegende Fragen nach Chinas langfristigen Zielen. Die Sinologin Marina Rudyak plädiert in ihrem Buch für einen „Dialog mit dem Drachen“. An diesem Abend stellt sie ihre Sicht auf China und die chinesischen Eliten vor und diskutiert mit weiteren Gästen sowie dem Publikum darüber, wie Europa und die EU sich zu Chinas Interessen verhalten sollten.
Zeit: 8. Dezember um 19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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