Klappentext
WEM WENIG VERGEBEN WIRD, DER LIEBT WENIG.
Lk 7,47
Der christliche Glaube versteht sich nicht von selbst. Seine Welt ist er-klärungsbedürftig. Schon die Jüngerinnen und Jünger verstanden die Worte Jesu oft genug nicht. Umso weniger erschließen sich die Vorstellungshorizonte des Christentums in einer immer stärker um sich selbst kreisenden Welt.
Selbst für Christinnen und Christen erklärt sich vieles nicht aus sich selbst: etwa die Pointe der Episode aus dem Lukasevangelium, in der eine „Sünderin" Jesus von Nazareth die Füße salbt. Er stellt sie den Anwesenden danach als Vorbild hin: „Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig." Wird denn nur denjenigen vergeben, die zuvor kräftig geliebt haben – oder gar kräftig gesündigt? Kann man je nachdem mehr oder weniger vergeben und kann man von der Größe der Vergebung auf die Größe der Sünde und die Liebe einer Person rückschließen? Wie ließe sich das überhaupt messen und erkennen? Und kann man durch Vergebung sogar Liebe fördern?
Sünde, Liebe und Vergebung: Es sind gleich drei zentrale Motive der christlichen Glaubenswelt, drei große Motive des Menschseins an sich, die hier in einem Satz ins Verhältnis gesetzt werden. Welche Vorstellungen vom Menschen, von der Welt und von Gott leuchten sie im Horizont des christlichen Glaubens aus? Wie werden sie in der Gegenwart begriffen und wie könnten sie zu verstehen sein?
Welten des Glaubens – Glauben in der Welt: In der vielschichtigen Dialektik von Welt und Glaube wollen wir uns mit großen Begriffen der christlichen Vorstellungswelt befassen, die zugleich zentral für eine „weltliche" Gegenwartskultur sind: mit der Sünde und der Vergebung, der Freiheit, dem Leben und der Hoffnung. Denn nach wie vor sind es diese Begriffe, die unser Menschsein und Zusammenleben in der Tiefe aufschlüsseln können. Wie kommen Freiheit, Gnade und Pluralismus im po
Zeit: 28. März 2025 um 18:00 - 30. März 2025 um 13:30
Ort: Evangelische Akademie Tutzing, 82327, Tutzing
Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing, Info@ev-akademie-tutzing.de
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