Lesung und Podium
Die Fußballweltmeisterschaft der Männer startet und für viele damit eine Zeit voller Spannung, Begeisterung und sportlicher Leidenschaft. Doch als populärste Breitensportart ist Fußball weit mehr als nur ein Spiel – er spiegelt unsere Gesellschaft in ihrer Vielfältigkeit ebenso wie in ihren Konflikten wider. In der Forschung gilt er nicht ohne Grund als „Brennglas“ für Phänomene wie Sexismus, Rassismus, Antiziganismus, Homophobie und Antisemitismus. Zugleich bleiben bestimmte Perspektiven unsichtbar. Jüdische Sportlerbiografien – etwa die des deutschen Fußballpioniers Walter Bensemann (1873–1934) – sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Antisemitismus wiederum ist im Fußball kein Randphänomen: Er zeigt sich in Fankulturen ebenso wie auf dem Platz. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich diese Entwicklung weiter verschärft, wie unter anderem die Angriffe in Amsterdam im November 2024 verdeutlichen. Die Autoren Ruben Gerczikow und Monty Ott haben in ihrem Buch „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“ jüdische Lebenswirklichkeiten im heutigen Fußball beschrieben. Gemeinsam mit ihnen und weiteren Gästen diskutieren wir über Verdrängung und Anerkennung, Repräsentation und Zusammenhalt in Deutschland und Hessen: Welche Geschichten werden erzählt – und welche nicht? Welche Solidaritätsbekundungen gibt es bereits, und welche Unterstützung wünschen sich Betroffene?
Zeit: 2. Juni um 19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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