Konzepte der Toleranz ziehen sich leitmotivisch durch die frühneuzeitliche Geschichte Braunschweig-Wolfenbüttels. Nach Einführung der Reformation 1569 bildeten sich eine irenische Theologie und ökumenische Vorstellungen heraus. Im 18. Jahrhundert war das Fürstentum ein Zentrum der Aufklärung, das Gelehrte wie Gotthold Ephraim Lessing anzog, und etwa pädagogischen Neuansätzen Raum zur Entfaltung bot. Gegenüber Alteritätserfahrungen, wie dem Reformjudentum oder dem aus Afrika stammenden und am Wolfenbütteler Hof ausgebildeten Anton Wilhelm Amo, existierte eine verhältnismäßige Aufgeschlossenheit. Die Tagung dient dem vergleichenden Blick auf diese Phänomene und soll klären, ob sich ein Gesamtzusammenhang im Sinne einer braunschweigischen Toleranztradition rekonstruieren lässt und ob sie nachwirkt, womöglich bis zur Gegenwart. 13.00-14.00 Uhr: Gemeinsames Mittagessen und Kennenlernen der Referentinnen und Referenten 14.00-14.30 Uhr: Dr. Brage Bei der Wieden/Kerstin Vogt (Wolfenbüttel/Braunschweig): Begrüßung und Einführung in das Thema 14.30-16:00 Uhr: Dr. Martin Fimpel (Wolfenbüttel): Fürsten der Aufklärung: die Herzöge Karl I. und Karl Wilhelm Ferdinand Gretel Walberg (Potsdam): Netzwerke der Fürstinnen: Herzogin Philippine Charlotte und ihre Töchter 16.00-16.30 Uhr: Kaffeepause 16.30-18.00 Uhr: Prof. Dr. Simone Lässig (Braunschweig): Haskala: Israel Jacobsohn und das Reformjudentum Birgit Hoffmann, M. A./Dr. Brage Bei der Wieden (Wolfenbüttel): Nachwirkungen der Idee der Toleranz in Kirche, Pädagogik und Politik 18.00-19.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen 19.00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag Prof. Dr. Albrecht Beutel (Münster): Impulsgeber der Neologie. Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem als Basisgestalt Theologischer Aufklärung Kooperationspartner: Braunschweigischer Geschichtsverein e.V.
Zeit: 12. März um 13:00 - 21:00
Ort: Franziskussaal, Alter Zeughof 2/3, 38100 Braunschweig
Veranstalter: Evangelische Akademie Braunschweig
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