Die freie Rede und der öffentliche Diskurs stehen von mehreren Seiten unter Druck. Dabei gilt es, der Gereiztheit im Umgang miteinander, schmallippiger Krisenkommunikation, Verletztheitsansprüchen und Dynamiken öffentlicher Empörung einen Umgang entgegenzusetzen, bei dem zumindest die Möglichkeit eingeräumt wird, dass das Gegenüber auch Recht haben könnte. Die Bochumer Philosophin, Prof. Dr. Maria-Sibylla Lotter, hat sich jüngst mit der begrifflichen Ausweitung von Verletzlichkeit beschäftigt, die dazu geführt hat, dass auch Sprachliches zunehmend als Gewalt wahrgenommen wird, mit starken Einschränkungen der freien Rede. Sie nimmt die allgemeinen kulturellen Wurzeln dieses Phänomens in den Blick, da man leicht in den sonst gängigen Zuordnungen von Positionen zu links/rechts hängenbleibt und nicht versteht, warum Einschränkungen der freien Rede aus der Sicht gesteigerter Verwundbarkeit überhaupt sinnvoll erscheinen können.Als ausgesprochen liberale Philosophin versucht sie dem Anspruch des Tagungsthemas gerecht zu werden und Verständnis für andere Positionen zu entwickeln.Auf eine rege Beteiligung der Teilnehmenden freuen sich nicht nur die Veranstalter der Schwerter Akademiegespräche. Die Veranstaltung ist für Alle kostenfrei.
Zeit: 31. August um 18:00 - 20:15
Ort: Rathaus Schwerte, Schwerte
Veranstalter: Evangelische Akademie Villigst, info@kircheundgesellschaft.de
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