Anlässlich des Iran-Kriegs ist eine alte Debatte wieder aufgelebt, ob im Falle autoritärer und massiv die Menschenrechte unterdrückender politischer Regime, eine militärische Intervention von außen gerechtfertigt ist. Bekanntlich wurde der amerikanisch-israelische Angriff von Iraner:innen anfänglich begrüßt. Gegenüber stehen sich die klassische Position, die vor dem Hintergrund von Kolonialismus und Imperialismus die Souveränität eines Landes als hohes völkerrechtliches Gut versteht und die Einmischung in dessen innere Angelegenheiten grundsätzlich ausschließt, und die im UNO-Kontext entstandene Responsibility to Protect (R2P), die unter bestimmten Umständen sogar eine Verpflichtung zum Schutz einer unterdrückten Bevölkerung vorsieht. Historisch gesehen gab es sowohl erfolgreiche (Sturz des Nazi-Regimes im 2. Weltkrieg durch den Kriegseintritt der Amerikaner) wie fehlgeschlagene (Somalia, Afghanistan, Irak) Fälle. Unser Referent wird im ersten Teil der Veranstaltung eine Einführung in das Thema geben und im zweiten Teil eine möglichst kontroverse Debatte zu Pro und Contra mit dem Publikum führen. Referenten: Prof. a. D. Dr. Ulrich Menzel, Politikwissenschaftler, TU Braunschweig
Zeit: 10. November um 19:00 - 21:00
Ort: Franziskussaal, Alter Zeughof 2/3, 38100 Braunschweig
Veranstalter: Evangelische Akademie Braunschweig
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