Es war ein langer und vielfältiger Marathon: zwölf Monate Reformationsjubiläum mit zehnjährigem Anlauf. Jetzt werden Teilnehmer und Kosten gezählt, Wirkungen analysiert. Wie misst man den Erfolg? Wer wurde erreicht? Und welche Themen bleiben auf der Tagesordnung?
Der bundeseinheitliche Reformationsfeiertag am 31.10. ist Schluss- und Höhepunkt einer beispiellosen Anstrengung. Kaum jemand konnte in den letzten Monaten Angebote mit Reformationsbezug übersehen. Nach mehrjährigem Anlauf mit konkreten inhaltlichen Schwerpunkten brachte das Jubiläumsjahr 2017 noch einmal eine überbordende Zahl von Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen rund um die Ereignisse vor 500 Jahren. Martin Luther und die von ihm angestoßenen Veränderungen wurden mal fromm, mal skeptisch, mal rein assoziativ betrachtet. War's das?
«Außer Thesen nichts gewesen», sagen die, die eine zu enge Ausrichtung auf Insider und Experten kritisieren. «Lasst uns froh und Luther sein», halten diejenigen entgegen, die eine zu große Harmoniesucht ausmachen, das Fehlen echter Kontroversen in einer scheinbar aus den Fugen geratenen Welt.
Wie sieht die Bilanz bei führenden Akteuren aus? Hat sich die Zusammenarbeit von Kirche, Staat und Zivilgesellschaft bewährt? Was hat eigentlich der Nicht- oder Andersglaubende davon? Überhaupt: Welche Reformen und Reformationen zeichnen sich am Horizont für die Kirche und die gesamte Gesellschaft ab? Und wo helfen dabei Erfahrungen dieses Jubiläums?
Zeit: 24. Oktober 2017 um 18:00 - 19:45
Ort: Französische Friedrichstadtkirche, 10117 Berlin
Veranstalter: Evangelische Akademie zu Berlin, 030/203 55-0, eazb@eaberlin.de
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