Filmvorführung mit Einführungsvortrag
Gesellschaftliche Umwälzungen gehen immer mit Protest einher. Doch schafft es der Protest, über sich selbst hinauszugehen und Utopien für eine andere, bessere Welt zu entwickeln? Wir folgen fünf Filmen und ihren Antworten hierzu.
Über den Film „Persepolis“ (FR 2007, R: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi, 95 Minuten):
„Persepolis“ basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel (2000–2003) der Exiliranerin Marjane Satrapi. Darin verarbeitet die Autorin ihre Kindheit und Jugend vor, während und nach der Islamischen Revolution im Iran. Die Protagonistin wächst behütet in einer bürgerlichen Familie in Teheran auf. Der Sturz des Schah-Regimes wird von der Familie begrüßt, dann aber empfindet sie die Repressionen der neuen Machthaber als immer unerträglicher. Als der Krieg mit dem Irak ausbricht, schicken die Eltern ihre Tochter auf eine französische Schule in Österreich. Die Verfilmung hält sich visuell eng an die Vorlage und kultiviert einen kargen, expressiven Schwarz-Weiß-Stil. Der Co-Regisseur Vincent Paronnaud ist ebenfalls Comiczeichner.
Weitere Filme in der Reihe „Zwischen Protest und Utopie“ am 5. Mai (Moderne Zeiten), 12. Mai (Hungerjahre), 26. Mai (BlacKkKlansman) und 27. Mai 2026 (Die Wütenden – Les Misérables)
Zeit: 13. Mai um 18:00 - 20:00
Ort: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, 60596, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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