NUR ONLINESeit einigen Jahren wird in Deutschland eine zunehmend kontroverse politische, gesellschaftliche und auch mediale Debatte – befördert durch die Diskussionen um die Wiedereinführung der Wehrpflicht – geführt. Dabei geht es im weitesten Sinn um die Frage, wie ein angemessenes Verhältnis von Pflicht und Freiwilligkeit geregelt werden kann, das alle Bürger*innen in unterschiedlichen Lebensphasen einbezieht und wie sich dafür eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden lässt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zum Anwalt dieser für ihn „notwendigen“ Debatte gemacht, um der wachsenden Unsicherheit, Zukunftsängsten und auch der Schwächung der Demokratie entgegenzuwirken. Eine dreiteilige Veranstaltungsreihe widmet sich den unterschiedlichen Positionen und Kernfragen zu dieser Thematik.Die dritte Veranstaltung widmet sich ausgehend von dem nahezu parteiübergreifenden Konsens, dass angesichts der angespannten Sicherheitslage die Verteidigungsfähigkeit erhöht und damit die Bundeswehr gestärkt werden müsse, den Fragen und kontroversen Positionen, wie dies mit einem möglichst flexiblen und breit akzeptierten Modell umgesetzt werden kann. Dabei werden in der Veranstaltung zunächst „Betroffene“ zu Wort kommen, um über ihre Entscheidung zu berichten. In einem zweiten Teil wird vor allem die Frage diskutiert werden, wie das geplante „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“ in die allgemeine Debatte um einen „Gesellschaftsdienst für alle“ und um die Zukunft der Freiwilligendienste integriert werden kann.Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Friedensbeauftragten der Ev. Kirche von Westfalen, Superintendent Christian Bald (Bielefeld) und der Begleitgruppe Friedensarbeit der Ev. Kirche von Westfalen statt.Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Zeit: 2. Dezember um 17:00 - 20:30
Ort: Online
Veranstalter: Evangelische Akademie Villigst, info@kircheundgesellschaft.de
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