Filmvorführung mit Einführungsvortrag
Gesellschaftliche Umwälzungen gehen immer mit Protest einher. Doch schafft es der Protest, über sich selbst hinauszugehen und Utopien für eine andere, bessere Welt zu entwickeln? Wir folgen fünf Filmen und ihren Antworten hierzu.
Über den Film „Moderne Zeiten“ (USA 1936, R: Charlie Chaplin, 89 Minuten):
Charlie Chaplins letzter Stummfilm (mit Musik und Soundeffekten) ist seine Auseinandersetzung mit dem Maschinenzeitalter. Als Fließbandarbeiter muss Charlie immer wieder den gleichen Handgriff ausführen, bis er durchdreht. Es folgen andere kurze Tätigkeiten sowie Aufenthalte in der Nervenheilanstalt und im Gefängnis. Auf seine unnachahmliche Weise reagiert Chaplin hier auf die Weltwirtschaftskrise und führt vor, wie die von ihm in vielen Filmen entwickelte Figur des Tramps versucht, in der modernen Gesellschaft zurrechtzukommen. Mit der von Paulette Goddard gespielten Partnerin erscheint zum ersten Mal in einem Film Chaplins ein gleichgewichtiges weibliches Pendant zum Tramp – bis hin zum berühmten Schlussbild.
Weitere Filme in der Reihe „Zwischen Protest und Utopie“ am 12. Mai (Hungerjahre), 13. Mai (Persepolis), 26. Mai (BlacKkKlansman) und 27. Mai 2026 (Die Wütenden – Les Misérables)
Zeit: 5. Mai um 18:00 - 20:00
Ort: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, 60596, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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