Klappentext
Dort, wo die Träume erschaffen werden
Hat es uns nicht für verschiedene gereicht
Wir sahen einen. Und eine Kraft
war in ihm, wie die Ankunft des Frühlings.
Anna Achmatowa
Es ist ein geradezu unheimliches Zusammentreffen: Eine langjährige Freundin der Journalistin und Osteuropa-Kennerin Christiane Hoffmann nimmt sich 22. Februar 2022 das Leben. Zwei Tage später greifen russische Truppen die Ukraine an. Der Schock über den Tod der Freundin hält bis heute an. Seither wache sie jeden Morgen mit einem doppelten Schmerz auf, schreibt Hoffmann in ihrem Buch „Die Träume, die wir hatten“, das vor wenigen Woche erscheinen ist. Und: „Dein Tod ist darin nicht von Russlands Krieg zu trennen.“
Dass das eine mit dem anderen zu tun hat, schildert die Autorin in dem Band, der die Entwicklung der letzten 35 Jahre in den Blick nimmt. Ende der achtziger Jahre studiert eine Gruppe von jungen Frauen Russisch. Sie lesen Dostojewski und reisen durch die Sowjetunion, die sich gerade auflöst. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, der Hoffnungen und Träume von einem demokratischen Russland und einem friedlichen Europa. Die Realität ist längst eine andere.
Christiane Hoffmann verbindet in ihrem Buch ein persönliches Schicksal mit den weltpolitischen Umbrüchen. Sie erzählt vom Unheil, das wir nicht kommen sahen, weil wir es vielleicht auch nicht sehen wollten. Von Träumen, die nicht wahr wurden und vielleicht nicht wahr werden konnten. Es fragt, was wir ändern können und was unausweichlich ist.
Um diese und viele weitere Fragen besprechen zu können, freuen wir uns, dass wir neben Christiane Hoffmann auch die Russland-Expertin und Autorin Katja Gloger gewinnen konnten.
Zur Lesung aus dem Buch und zum Gespräch laden wir Sie herzlich ein!
Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Zeit: 1. Oktober um 19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Tutzing, 82327, Tutzing
Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing, Info@ev-akademie-tutzing.de
Zur Veranstaltung bei der Akademie