Vorträge und Gespräch
Aggression, Hass und Gewalt gegen Personengruppen, die als Feindbilder wahrgenommen werden, gehören zu den beunruhigenden gesellschaftlichen Phänomenen der Gegenwart. Sie treten zunehmend offen zutage und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem lässt sich eine wachsende Orientierung an autoritären Herrschaftsformen beobachten. Sie ist inzwischen nicht mehr nur ein Randphänomen. Autoritäres Denken, Reden und Gebaren findet verbreiteten Anklang, sowohl auf der großen politischen Bühne als auch im Alltag und in persönlichen Beziehungen. Sichtbar wird dies unter anderem in der Feindseligkeit gegenüber Schwächeren oder Andersdenkenden, Frauenfeindlichkeit sowie der Bereitschaft, sich autoritärem Druck anzupassen. Die Veranstaltung geht der Frage nach, welche psychischen Tiefenstrukturen diesen politisch und gesellschaftlich brisanten Entwicklungen zugrunde liegen. Was macht den Reiz des Autoritären aus? Welche – oft unbewussten – Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterordnungen spielen dabei eine Rolle? Und welche Folgen ergeben sich für das Politische und die Entwicklung demokratischer Kultur?
Zeit: 18. Mai um 19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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