Das Streben des Menschen nach Vollkommenheit ist alt. Gegenwärtig liegt der Fokus vor allem auf der möglichen Verbesserung von Hirnleistungen, sogenanntem kognitivem Enhancement. Das Thema zieht sich nicht nur durch die Philosophiegeschichte, sondern hat fantasievolle Geschichten über Versuche, Menschen stärker, intelligenter oder besser zu machen, hervorgebracht. Inzwischen steht ein wissenschaftliches und technisches Wissen zur Verfügung, das verspricht, dass diese Vision Wirklichkeit werden lassen kann. Neben dem Doping im Sport ist Hirndoping durch Anwendung von Medikamenten bei gesunden Menschen seit Jahren eine Realität. Mit weiterem technischen Fortschritt erscheinen weitere Optionen kognitiven und körperlichen Enhancements. Wie ist diese Verschiebung von angestrebter Vervollkommnung zu technischer Optimierung einzelner Eigenschaften zu bewerten? Welche Motive treiben Menschen dazu, Möglichkeiten des Enhancement zu nutzen? Was wird im Einzelnen unter «Verbesserung» verstanden? Anhand welcher Kriterien lässt sich feststellen, ob der veränderte Mensch «besser» ist? Welche neuen Nachteile nimmt man ggf. für die Verbesserung in Kauf?
Zeit: 1. Dezember 2017 um 18:00 - 2. Dezember 2017 um 18:00
Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland, info@akademie.ekir.de
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