Diskussion
Historisch-politische Bildung soll insbesondere junge Menschen dazu befähigen, eigene politische Positionen zu entwickeln und Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung zu setzen. In einer Zeit, in der öffentliche Debatten an Schärfe gewinnen und Lehrende zunehmend unter Rechtfertigungsdruck geraten, ist das eine zentrale Voraussetzung für demokratische Urteilsbildung. Vor 50 Jahren wurden mit dem „Beutelsbacher Konsens“ Grundsätze formuliert, die bis heute einen wichtigen Orientierungsrahmen für die historisch-politische Bildung darstellen. Dazu gehören das Kontroversitätsgebot und das Überwältigungsverbot – also die Verpflichtung, unterschiedliche Standpunkte sichtbar zu machen und Lernende nicht zu indoktrinieren. Doch wie tragfähig sind diese Leitlinien unter den Bedingungen der Gegenwart? Wie lassen sie sich heute auslegen? Und braucht der Beutelsbacher Konsens womöglich ein Update?
Zeit: 5. November um 18:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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