Die vielgepriesene Globalisierung ist angesichts des Wirtschaftskriegs, den Trump gegen den „Rest der Welt“, insbesondere gegen China, angezettelt hat, in der Krise. Sie ist aber auch in der Krise angesichts des Umstands, dass es nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer gibt, dass sie wesentlich zum Klimawandel und zu einem wachsenden Populismus mit der Folge innenpolitischer Verwerfungen beiträgt. Im Vortrag wird gezeigt, dass Globalisierung nicht die zwangsläufige Folge des technischen Wandels von Transport und Kommunikation ist, sondern auch der sie fördernden liberalen Institutionen und ordnungspolitischen Lehrmeinungen bedarf. Wenn diese in Frage gestellt werden und in die Defensive geraten, kommt es, wie viele historische Beispiele zeigen, auch immer wieder zur Fragmentierung der Welt. Lesetipp zur Vorbereitung: Ulrich Menzel, Globalisierung versus Fragmentierung. Berlin: Suhrkamp 5. Aufl. 2016. Referent: Prof. a. D. Dr. Ulrich Menzel, Politikwissenschaftler, TU Braunschweig
Zeit: 26. Februar 2026 um 19:00 - 21:00
Ort: Franziskussaal, Alter Zeughof 2/3, 38100 Braunschweig
Veranstalter: Evangelische Akademie Braunschweig
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