Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
Wo endet Konservativismus – und wo beginnt Rechtsextremismus? In einer Zeit, in der sich politische Lager verschieben und Grenzen verschwimmen, wird diese Frage immer drängender. Nationalistische Narrative, wachsender Antisemitismus und radikale Krisendeutungen fordern nicht nur Politik und Gesellschaft heraus, sondern auch die Kirchen. Sie stehen vor der Aufgabe, theologisch, gesellschaftlich und politisch Orientierung zu geben. Die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus fragt danach, wo die Grenzen des demokratischen Konservatismus liegen. Denn: Apokalyptische Krisennarrative dienen immer häufiger als ideologisches Bindeglied zwischen konservativen und rechtsextremen Strömungen. Sie schaffen emotionale Bindung, sie legitimieren radikale Positionen als vermeintliche Rettung, und sie verschieben die gesellschaftliche Mitte schrittweise nach rechts. Außerdem nehmen wir den Rechtsruck auf internationaler Ebene und seine Folgen für demokratische Gesellschaften in den Blick. Religiöse Rechte agieren weltweit gezielt politisch – organisiert, ideologisch aufgeladen und bereit, demokratische Strukturen zu untergraben, wie beim „Sturm aufs Kapitol“ in den USA. In Workshops geht es um Radikalisierung durch Social Media, türkischen Rechtsextremismus, Antifeminismus, Antisemitismus in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 oder den neuen jugendlichen Neonazismus.
Zeit: 14. November 2025 um 15:30 - 15. November 2025 um 15:45
Ort: Dominikanerkloster, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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