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Globale Perspektiven auf die Geschichte des antimuslimischen Rassismus – Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit (Teil 2) Rassismus und Religion

5. Mai um 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Wie viel Kolonialismus steckt in der heutigen Islamdebatte? Dieser Frage gehen wir im zweiten Werkstattgespräch der Reihe «Rassismus und Religion» nach. Wir betrachten die lange Geschichte von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit in seiner globalen Reichweite.

Das Feindbild Islam ist geschichtlich verwurzelt. Die Abwertung von Menschen, die als muslimisch wahrgenommenen wurden, festigte sich besonders in der Zeit des Imperialismus und Kolonialismus. Christlicher Glaube hatte dabei eine wichtige Funktion. Unter dem Banner der Mission wurden andere Religionen, Lebensformen und Kulturen gewaltsam abgewertet und angegriffen. Der Islam wurde schon in dieser Zeit zum Objekt von Beobachtung und «Zivilisierungsmission». Vermeintliche Gegensätze zwischen «Orient und Okzident» wurden konstruiert, die bis heute wirksam sind.

Im zweiten Werkstattgespräch der Reihe erproben wir Möglichkeiten und Methoden, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fremd- und Selbstbilder historisch und in ihren globalen Zusammenhängen zu reflektieren. Zentral ist dabei die Frage, wie die Vergangenheit gegenwärtige Debatten und Formen von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit prägt.

Der Workshop wird voraussichtlich als Präsenz-Veranstaltung in Berlin stattfinden. Abhängig von der Corona-Situation behalten wir uns vor, den Workshop digital anzubieten.

Referent: Ozan Zakariya Keskinkilic (angefragt)

Rassismus und Religion. Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit

Wie erkenne ich antimuslimischen Rassismus, und inwiefern hat er etwas mit Religion und Glauben zu tun? Welche historischen Erfahrungen prägen heutige Bilder von Islam und Muslim*innen?

In dieser Reihe beleuchten wir Merkmale und Auswirkungen antimuslimischer Stereotype. Wir fragen nach globalgeschichtlichen Verwurzelungen von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit. Und wir diskutieren, was eigene Glaubensüberzeugungen und der (mutmaßliche) Glaube des Gegenübers mit rassistischen Einstellungen zu tun haben.

Die Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit richten sich an Multiplikator*innen in der Jugendarbeit, in der politischen und religiösen Bildung und im interreligiösen Dialog.

In dieser Reihe greifen wir Erkenntnisse und Problemstellungen aus der Studie «Perspektiven auf Gesellschaft, Religion und Islamdebatte» auf, die wir auf einer Fachtagung am 24. März 2022 vorgestellt und diskutiert haben. Die Studie wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Islam- und Muslimfeindlichkeit erstellt.

Details

Datum:
5. Mai
Zeit:
18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Website:
Website zur Veranstaltung

Veranstalter

Evangelische Akademie zu Berlin
Telefon:
030/203 55-0
E-Mail:
eazb@eaberlin.de
Website:
http://www.eaberlin.de/