Maria, Regie: Pablo Larraín (Deutschland, Italien, USA 2024) Sie wird als „berühmteste Operndiva aller Zeiten“ bezeichnet und wurde, obwohl ganz der Opernwelt des 19. Jahrhunderts verhaftet, zu einer Ikone der populären Kultur: Maria Callas, geboren 1923 in New York und gestorben 1977 in Paris. Mit ihrem Tod beginnt der Film von Pablo Larraín – und erzählt dann nicht etwa ihre Biografie, sondern die letzten sieben Tage ihres Lebens, mit gelegentlichen, in Schwarz-Weiß gedrehten Rückblenden auf ihre Vergangenheit, etwa ihre Beziehung zu Aristoteles Onassis oder ihre Entdeckung als Sängerin. Angelina Jolie spielt sie, auch in den Szenen, in denen sie lippensynchron mit der Stimme der Callas ihre Triumphe auf der Bühne feiert. Es ist eine bravouröse Leistung des Films und der Schauspielerin, dass diese riskante Verknüpfung aufgeht – auch weil Larraín sie zum Kern seiner hoch reflektierten Erzählung macht: der Beziehung zwischen der Callas, der Diva, dem Mythos, und Maria, der Privatperson, die mit ihr und gegen sie um ihre eigene Stimme ringt. (vis) Filmgespräch mit Karsten Visarius und Kerstin Vogt, Jury der evangelischen Filmarbeit, am Di, 11.02., nach der 19-Uhr-Vorstellung.
Zeit: 11. Februar 2025 um 19:00 - 22:00
Ort: Evangelische Akademie Loccum, Münchehäger Straße 6, 31547 Rehburg-Loccum
Veranstalter: Evangelische Akademie Braunschweig
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