Kann sich Europa erneuern? Und was müsste geschehen, damit das möglich ist? Um sich verändern zu können, ist eine Bestandsaufnahme nötig. Deswegen gehen wir in den kommenden Wochen und Monaten diesen Fragen nach und werfen Schlaglichter auf einzelne Länder, auf unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten, auf wirtschaftliche Entwicklungen und politische Erfordernisse. Im Fokus liegen dabei die Staaten Ost-Mitteleuropas, diejenigen, die seit 2004 zur Europäischen Union dazu gehören. Es sind die Länder, deren Geschichte wir oft nicht so genau kennen und die heute angesichts wirtschaftlicher und verteidigungspolitischer Herausforderungen mit Aufgaben konfrontiert sind, die gemeinsam gelöst werden müssen.Politiker, Bürger und Gesellschaften nehmen für sich in Anspruch, aufgrund rationaler Kriterien Entscheidungen zu treffen. Das widerspricht allerdings nicht nur der Erfahrung, sondern auch Werten und Vorstellungen, die bei Entscheidungen berücksichtigt werden. Beispielsweise nationale Verpflichtungen, die nicht zwingend ein Nationalgefühl sein müssen. Oder kollektive Ängste, die politische Entscheidungen in ihr glattes Gegenteil verkehren, wie der Ausstieg aus der Atomenergie 2011 in Deutschland, der durch ein von einem Tsunami zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima ausgelöst wurde.Mit Blick auf Osteuropa und dessen Verhältnis zu West- und Mitteleuropa gehen wir heute in die Geschichte der Emotionen, die immer wieder gesellschaftspolitische Entscheidungen beeinflusst haben. Unser Gast ist die Technik- und Osteuropahistorikerin PD Dr. Anna Veronika Wendland, Forschungskoordinatorin beim Herder-Institut für historische Ost-Mitteleuropaforschung in Marburg.Diese Veranstaltung ist kostenlos.
Zeit: 8. Juli um 18:00 - 20:15
Ort: Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Veranstalter: Evangelische Akademie Villigst, info@kircheundgesellschaft.de
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