Buchvorstellung und Diskussion
Anhaltende Kriege wie jene in der Ukraine sowie im Nahen und Mittleren Osten unterminieren derzeit die internationale Ordnung. Friedensschlüsse sind nicht in Sicht. Imperialistische und revisionistische Aggressoren missachten das Völkerrecht und setzen unumwunden auf militärische Gewalt. Während Europa unter gewaltigem Druck steht und nach Wegen der Selbstbehauptung sucht, mehren sich hierzulande Stimmen, die in dieser Lage einem neuen „Realismus“ das Wort reden: Militärische Macht habe Vorrang vor Völkerrecht und Diplomatie. So sei nun einmal der Lauf der Geschichte. Doch ist das wirklich so eindeutig? Was lehren die Erfahrungen deutscher Außenpolitik über die Möglichkeiten der Diplomatie, wenn die Waffen sprechen – und mit welchen Mitteln lässt sich die Logik kriegerischer Gewalt überwinden, ohne Recht und Freiheit preiszugeben? Der erfahrene Diplomat und ehemalige deutsche Botschafter in Polen, Rolf Nikel, kennt diesen schmalen Grat aus jahrzehntelanger diplomatischer Praxis. An diesem Abend legt er dar, warum diplomatische Bemühungen sowie wirtschaftliche und militärische Stärke zusammenkommen müssen, um erfolgreich zu sein.
Zeit: 28. September um 19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, 60311, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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