Filmvorführung mit Einführungsvortrag
Gesellschaftliche Umwälzungen gehen immer mit Protest einher. Doch schafft es der Protest, über sich selbst hinauszugehen und Utopien für eine andere, bessere Welt zu entwickeln? Wir folgen fünf Filmen und ihren Antworten hierzu.
Über den Film „BlacKkKlansman“ (USA 2018, R: Spike Lee, 134 Minuten):
Ein afroamerikanischer Polizist, der den Ku-Klux-Klan infiltriert? Die Handlung beruht auf einer wahren Geschichte und ist im Jahr 1973 in Colorado Springs angesiedelt. Ron Stallworth gibt am Telefon vor, dem Klan beitreten zu wollen; in persona lässt er sich von seinem jüdischen Kollegen vertreten, während er selbst weiterhin telefonisch agiert. Die Geschichte ist so aberwitzig, wie sie klingt – und genau so hat Spike Lee sie auch inszeniert: Je nach Situation und Milieu pendelt er zwischen nüchterner Darstellung und grotesker Überspitzung, zwischen Naturalismus und stilistischer Überhöhung, zwischen Ernst und Satire. Ganz nebenbei, aber mit großer Tiefe stellt Lee dabei auch Fragen nach unterschiedlichen Identitäten und deren Zuschreibungen. Darüber hinaus zieht der Film deutliche Parallelen zur politischen Gegenwart der USA im Jahr 2018.
Weitere Filme in der Reihe „Zwischen Protest und Utopie“ am 5. Mai (Moderne Zeiten), 12. Mai (Hungerjahre), 13. Mai (Persepolis) und 27. Mai 2026 (Die Wütenden – Les Misérables)
Zeit: 26. Mai um 17:30 - 20:15
Ort: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, 60596, Frankfurt am Main, Deutschland
Veranstalter: Evangelische Akademie Frankfurt, office@evangelische-akademie.de
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