Im Zuge der Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung wurde offenbar das Entwicklungshilfeministerium (BMZ) ernsthaft in Frage gestellt. Im Koalitionsvertrag spielt die Entwicklungszusammenarbeit (EZ), wie Kritiker monieren, nur noch eine nachrangige Rolle ohne programmatische Aussagen. Im Vortrag wird die wechselvolle Geschichte der EZ, die 1949 von US-Präsident Truman als neues Instrument im Ost-West-Konflikt begründet wurde, einer kritischen Würdigung aus deutscher Perspektive unterzogen. Diente sie anfänglich zur Durchsetzung der Hallstein-Doktrin, um die Anerkennung der DDR zu verhindern, so sollte sie zuletzt einen Beitrag zur Eindämmung der Flucht aus vom Staatszerfall bedrohten Staaten liefern. Was hat sie wirklich bewirkt? Wie kann es weitergehen?
Prof. a. D. Dr. Ulrich Menzel, Politikwissenschaftler, TU Braunschweig
Tillmann Elliesen, Redakteur der Zeitschrift «welt-sichten» (Referent)
Zeit: 4. Mai 2022 um 19:00 - 21:00
Veranstalter: Evangelische Akademie Abt Jerusalem Braunschweig, 0531/120 54-0, sekretariat.thz@lk-bs.de
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