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20. Todestag von Ignatz Bubis

14. August um 18:30 Uhr - 20:30 Uhr

Zum Thema!
Zeit seines Lebens setzte sich Ignatz Bubis (12. Januar 1927-13. August 1999) für die Gesellschaft, in der er lebte, ein und prägte damit die Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Die Extreme der deutschen Geschichte ziehen sich dabei durch sein gesamtes bewegtes Leben. In Breslau als Sohn ukrainischer Emigranten geboren, überlebte Ignatz Bubis im Gegensatz zu vielen seiner Familienangehörigen die Shoa und ließ sich nach seiner Flucht aus der SBZ und einer kurzen Zeit in Israel schließlich 1956 in Frankfurt am Main nieder. Dort trat er 1969 der FDP bei und wurde 1992 in den  Bundesvorstand gewählt.
In den 70er Jahren machte ihn seine Betätigung als Immobilienhändler zur Zielscheibe antisemitischer Ressentiments im «Frankfurter Häuserkampf». 1992 wurde er zum Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt und trat u. a. während der rassistischen Ausschreitungen im wiedervereinigten Deutschland der 90er Jahre als mahnende Instanz in Erscheinung. Er war dabei bestrebt, die deutsche Mehrheitsgesellschaft für die Belange anderer Minderheiten in Deutschland zu sensibilisieren. Obwohl Ignatz Bubis heute für seinen jahrzehntelangen Einsatz als Brückenbauer gewürdigt wird, schien er am Ende seines Lebens resigniert.
Wer war Ignatz Bubis? Welche Bedeutung hatte er für seine Zeit und welches Vermächtnis hinterlässt er uns? Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung anlässlich seines 20. Todestags ein.

Details

Datum:
14. August
Zeit:
18:30 Uhr - 20:30 Uhr
Website:
Website zur Veranstaltung

Veranstalter

Evangelische Akademie Frankfurt
E-Mail:
marx@evangelisc
Website:
http://www.evangelische-akademie.de