29. Juli 2026 | Evangelische Akademien in Deutschland e. V.
Wir sind bestürzt und trauern
Tödlicher Anschlag auf den Berliner CSD
Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin lässt uns erschüttert zurück. Nachdem ein Kastenwagen in eine Menschenmenge gefahren ist, bleiben eine Tote und 29 Verletzte zurück, teils schwer. Der Tatverdächtige, der inzwischen von der Polizei getötet wurde, wird dem islamistischen Milieu zugerechnet.
Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Familien und ihren Lieben.
Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, drückte am Sonntag sein Entsetzen über die Tat aus: „Aus einem Tag voller Vielfalt und Liebe wurde eine Nacht voller Entsetzen.“ Und er sagte weiter: „Das Herz dieser Stadt ist Freiheit, ist Vielfalt, ist Achtung“. Gewalt im Namen der Religion auszuüben, sei Gotteslästerung, betonte der Bischof.
Der Angriff zeigt erneut, wie gefährdet queere Menschen in Deutschland sind. Die Zahl der queerfeindlichen Straftaten hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 2025 stiegen die registrierten Fälle um 12,8 Prozent, insgesamt waren es 2.377. Auffällig ist dabei der hohe Anteil von Gewalttaten (Quelle: BKA – Factsheet: Bundesweite Fallzahlen 2025 Politisch motivierte Kriminalität).
Die Evangelischen Akademien trauern – und werden sich weiter für den Schutz und die Rechte queerer Menschen einsetzen. Denn: Alle Menschen sind gemeint, wenn wir von Gottes Liebe sprechen.
