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28. September 2018 | Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN

#mppb18 MedienpädagogikPraxisCamp2018

BarCamp zum Thema Medienpädagogik


Was passiert wenn 70 Medienpädagog*innen zwei Tage auf einem BarCamp sind? Es entstehen 39 Sessions in acht Timeslots sowie ein volles Praxiscafé.

Vor drei Jahren feierte der MedienpädagogikPraxisBlog sein 10jähriges Bestehen und beging dieses mit einer zweitägigen Veranstaltung in Mainz. Der MedienpädagogikPraxisBlog ist einer der größten deutschsprachigen Blogs zur Medienpädagogik und wird von einer Redaktion verwaltet, die selbst Artikel schreibt und durch Gastbeiträge den Blog bestückt. Somit hat sich nach zehn Jahren der Kreis an Leser*innen und Autor*innen kräftig erweitert, weswegen die Idee zu einem gemeinsamen Treffen zu Stande kam. 2016 fand daraufhin das erste MedienpädagogikPraxisCamp statt. Nun folgte 2018 das Dritte in Mainz.

CC-BY-SA 3.0 Hannes Spicker

Was ist ein BarCamp?

Die PraxisCamps leben von vielfältigen Zugängen zum Thema. Deswegen bildet ein inhaltlich freies Veranstaltungsformat mit der Methode BarCamp den Rahmen. Ein BarCamp ist eine sogenannte „Unkonferenz“, das heißt, die inhaltlichen Beiträge sind nicht unbedingt im Voraus festgelegt, sondern bilden sich vor Ort unter einem Dachthema, hier Medienpädagogik.
Begonnen wird mit einem festen Zeitplan, der in 45-minütige Slots aufgeteilt ist und in der „Sessionplanung“ im Plenum mit Inhalt gefüllt wird. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Vorschläge schon vor der Veranstaltung über ein Onlinetool bekannt zu machen. So wurden Sessions z. B. zum Thema Robotik in der außerschulischen Jugendbildung oder Extremismus im Netz angeboten.
Ist der Sessionplan erstellt, geht es direkt los und die Teilnehmenden suchen sich die Themen/Sessions frei nach ihrem Interesse aus. Innerhalb der Sessions wird der Inhalt über die Onlineplattform BarCampTool protokolliert und ist einseh- und veränderbar. So kann jede*r nachlesen, was in der Session besprochen wurde und zeitgleich im Protokoll mitschreiben.

Welche Themen kamen im #mppb18 vor?

Am ersten Tag wurde zum Einstieg in die Robotik, dem Dataman, mit relevanten YouTube-Videos für die Bildungsarbeit und Medienpädagogik in der Erwachsenenbildung gearbeitet. Daran schlossen sich Sessions zu Beteiligungsplattformen, Plattformen zum kollaborativen Arbeiten, der Bedeutung der neuen Datenschutzgrundverordnung in der Jugendarbeit und Twitteralternativen an.
Am zweiten Tag fanden 19 Sessions mit Themen wie Sketchnotes, Projektideen zur antifaschistischen Medienarbeit, Gaming in der Medienbildung und Actionbound, statt.
Parallel zu den Sessions gab es das sogenannte Praxiscafé. Dies bot die Möglichkeit, sich mit Kolleg*innen auszutauschen sowie praktische Tools auszuprobieren. Im Angebot standen ein 3D-Drucker, das Bedrucken von MedienpädagogikPraxisCamp-Stofftaschen, die Beschriftung von Schlüsselanhängern mit einem Laserdrucker, das Basteln von Virtual-Reality-Brillen für das Smartphone oder die Möglichkeit, mit kleinen Microrobotern durch den Saal zu flitzen.

Den ausführlichen Plan mit Protokollen findet man unterfolgendem Link: https://barcamptools.eu/mppb18/events

Wie geht es nun weiter?

Das dritte MedienpädagogikPraxisCamp war ein voller Erfolg. Die teilnehmenden Medienpädagog*innen und Multiplikator*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit beschreiben die Veranstaltung als eine Bereicherung, da sie sich dort mit Fachkolleg*innen über neuste Entwicklungen weiterbilden, beraten und diskutieren. Durch das offene Format wird zugelassen, dass es sowohl Sessions gibt, die ein hohes Maß an Vorbildung brauchen, als auch Inputs, die eher niederschwellig, eher theoriebasiert oder praxisorientiert sind.

Über diese Links finden Sie weitere Informationen:

Das MedienpädagogikPraxisCamp 2019 wird in Leipzig stattfinden.

Kontakt: Annika Gramoll