Evangelische Akademien in Deutschland e. V.
Die Evangelischen Akademien im ZDF Magazin Royale
Starke Partner für Demokratie und Zivilgesellschaft

Quelle: ZDF Magazin Royale, ZDF, 2.10.2026
In der Sendung vom 2. Oktober 2026 waren die Evangelischen Akademien Thema: als Orte, die sich im Osten, aber nicht nur dort, für eine demokratische Kultur starkmachen. Das freut uns! Die Folge ist in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Hinter der Fernsehpointe steckt kontinuierliche Arbeit. Die Evangelischen Akademien verlassen bewusst ihre Komfortzone: Sie bauen Brücken, indem sie Menschen und Perspektiven zusammenbringen, die sonst wenig Berührungspunkte haben. Sie schaffen Räume, in denen kontrovers debattiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Zugleich treten sie aus ihren eigenen Räumen heraus, um Orte aufzusuchen, an denen kontroverse Debatten bereits geführt werden. Sie stärken Engagement gemeinsam mit ihren zahlreichen zivilgesellschaftlichen Partnern.
Evangelische Akademien sind nicht die letzte Bastion. Es gibt eine plurale, lebendige Zivilgesellschaft mit vielen Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten: von katholischen, muslimischen und jüdischen Partnern bis hin zu Demokratiebündnissen wie Wittenberg Weltoffen oder dem Netzwerk Demokratiebildung Thüringen. Aber auch die Arbeit der Evangelischen Akademien braucht Verlässlichkeit und Ressourcen und steht aktuell unter Druck. Der Spardruck der Kirchen wirkt sich auch auf unsere Strukturen aus. Deshalb ist Solidarität wichtig, insbesondere für die Ev. Akademie Sachsen-Anhalt, die aktuell direkten Angriffen ausgesetzt und von der AfD als politische Gegnerin markiert ist.
Einige Beispiele aus unserer Arbeit:
Geht’s noch? – Verständigungsorte in Ostdeutschland gestalten – Das Projekt schafft neue Dialogräume und entwickelt innovative Gesprächsformate in Ostdeutschland. Bürgermeister*innen, Gemeinderatsmitglieder oder Polizei kommen mit Bürger*innen und Zivilgesellschaft ins Gespräch, um drängende Probleme und Konflikte vor Ort zu diskutieren. Dazu gehört auch Bubble Crasher. Der Ansatz aus der Jugendbildung hilft Menschen dabei, die eigene Filterblase zu verlassen und mit Andersdenkenden ins Gespräch zu kommen. Er wird nun mit Erwachsenen und in weiteren Regionen erprobt und verstetigt.
Beteiligt sind die Akademien Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg.
Landwandel – Das Projekt macht ländliche Perspektiven auf gesamtgesellschaftliche Schlüsselthemen sichtbar. Akteur*innen vor Ort wirken an der Konzeption und Ausgestaltung der Bildungsangebote mit. Erfolgsgeschichten und Zukunftsbilder haben ebenso Platz wie offen benannte Probleme.
Beteiligt sind die Akademien Hofgeismar, Nordkirche, Villigst, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland.
Growing Spaces statt Lost Places – Das Projekt unterstützt Engagierte dabei, Growing Spaces der Zivilgesellschaft zu gestalten. Der Fokus liegt auf strukturschwachen Räumen, da vielfältiges, demokratisches Engagement dort besonders unter Druck steht und Gefahr läuft, marginalisiert zu werden. Neben Vernetzung, Beratung und Best-Practice-Austausch geht es ebenso darum, wie vorhandene (z. B. kirchliche) Orte gemeinsam mit vielfältigen Akteuren zu Kristallisationspunkten für lokales Engagement transformiert werden können.
Stellungnahmen für Demokratie – Seit Anfang 2024 debattieren die Direktor*innen der Evangelischen Akademien in Ostdeutschland alle ein bis zwei Monate in einem Fachgespräch mit Wissenschaftler*innen, Medienvertreter*innen und Theolog*innen. Im Fokus stehen der Druck auf die liberale Demokratie und der Umgang mit rechtsradikalen Parteien, jeweils mit Blick auf Ostdeutschland. Die Essenz dieser Gespräche veröffentlichen die Akademien als gemeinsame Stellungnahmen zur Demokratie.
Politische Medienbildung – Wir nehmen auch digitale Räume in den Blick. Das Fachnetzwerk der Evangelischen Trägergruppe für politische Jugendbildung entwickelt dazu innovative Angebote der politischen Medienbildung, die junge Menschen in ihrer digitalen Mündigkeit und demokratischen Kompetenzen stärken. Ein aktuelles Beispiel ist das Serious Game „Mission Ganymed“ zur Auseinandersetzung mit Verschwörungsnarrativen.
Kontakt: Mark Medebach
