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Der muslimische Weg zur Reformation

30. Oktober um 13:00 Uhr - 1. November um 16:00 Uhr

„Die Reformation des Islam“ ist eine polarisierende Forderung. Manche prognostizieren darin die Lösung politischer Konflikte und sozialer Probleme. Sie sind der Auffassung, dass dadurch die „Anschlussfähigkeit“ des Islam an die Moderne hergestellt werden könne. Eine Reformation, ähnlich wie vor 500 Jahren im Christentum, würde auch im Islam für positive Erneuerung sorgen. Andere argumentieren dagegen, dass die Reformation eine, in einem bestimmten historischen Kontext stehende, Entwicklung im Christentum sei. Damit sei sie nicht auf den Islam übertragbar. Diese oft philosophisch-abstrakt geführte Debatte über Sinn und Unsinn einer Reformation des Islam überfordert nicht nur den Laien. Auch Fachkundige wirken häufig apologetisch oder gar (über)emotional in der Auseinandersetzung mit dieser Frage und sind sich nicht einmal einig über Begriffe und ihre Inhalte. Deswegen reden sie oft aneinander vorbei. Davon unberührt gilt es, unmissverständlich festzustellen, dass die Erneuerung des innerislamischen Diskurses überfällig ist. Die innerislamischen Konflikte und die Konflikte von Muslimen mit ihrer nichtmuslimischen Umgebung drängen geradezu neue Konzepte und Kompromisse im Verhältnis zwischen „religiös“ und „weltlich“ zu wagen. Wenn dies „Reformation“ ist, so ist dieser Prozess notwendiger denn je. Ist mit Reformation die Schaffung neuer, humanistisch geprägter theologischer Zugänge gemeint, so ist dieser Prozess im Islam insofern von immenser Bedeutung, als dass damit Phänomene wie dem „Islamismus“, „Salafismus“ und „Jihadismus“ entschieden entgegengewirkt werden kann. Diese internationale Konferenz bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung eine Plattform für die intensive Auseinandersetzung mit Fragen und Ansätzen zur Erneuerung des islamischen Diskurses. Der Dialog mit deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll interreligiöse Perspektiven eröffnen und die Debatte um die europäischen Erfahrungen mit der Reformation erweitern.   

Beginn:
30. Oktober um 13:00 Uhr
Ende:
1. November um 16:00 Uhr
Webseite:
Webseite zur Veranstaltung

Veranstalter

Evangelische Akademie im Rheinland
E-Mail:
info@akademie.ekir.de