Evangelische Akademien Deutschland

Protestantisch. Weltoffen. Streitbar.

Die Evangelischen Akademien in Deutschland

Aktuelle Themen

ausgewählte Schwerpunktthemen


Die Evangelischen Akademien in Deutschland beschäftigen sich mit vielfältigen Themen aus Politik und Zeitgeschehen, Wissenschaft und Theologie, Jugendbildung und Gesellschaft. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Einblick in die Themenvielfalt der Arbeit der Evangelischen Akademien in Deutschland geben.

Die aktuellen Netzwerkprojekte, in denen mehrere Akademien als Zusammenschluss Themen bearbeiten, finden Sie direkt im Menüpunkt „Netzwerkprojekte“

Politische Bildung gestern, heute und morgen.

Unser langjähriger Geschäftsführer für politische Bildung, Dr. Wolfgang Beer, ist Ende 2016 in den Ruhestand getreten. Zum Abschied haben wir mit ihm ein Gespräch über die Entwicklung der politischen Bildung in den letzten Jahrzehnten geführt und darüber, wie diese Entwicklung weitergehen könnte oder sollte. Das Interview können sie hier lesen und downloaden:

Politische Bildung – Interview mit Wolfgang Beer

 

Gerechtigkeit zwischen den Generationen

David Pereiras/Shutterstock

Wie leben Kinder und Jugendliche heute in unserer Gesellschaft? Was haben sie, was fehlt ihnen, was brauchen sie? Die Lebensbedingungen der jungen Generation ist nicht zuletzt geprägt von politischen Entscheidungen der älteren. Dass in einem reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor zahlreiche Kinder und Jugendliche von Armut bedroht sind, dass alleinerziehende Mütter oder Väter ein höheres Risiko tragen, in die Armut zu rutschen und mit ihnen ihre Kinder, bietet Anlass, die politischen Prioritäten genauer zu beleuchten und nach Gegenstrategien suchen. Die Evangelischen Akademien setzen sich im April in einer Studienreise und zwei Fachtagungen mit den familien-, jugend- und gesellschaftspolitischen sowie rechtlichen Bedingungen auseinander und suchen nach Lösungen für ein gerechtes Zusammenleben.

Digitale Medien zwischen Demokratisierung, Hate Speech und Datenmissbrauch

Die Lebenswelten von Jugendlichen werden durch Digitalisierung und Mediatisierung geprägt. Mit dem Begriff der digitalen Demokratie verbindet sich die Hoffnung auf mehr Beteiligung junger Menschen und eine größere Offenheit im demokratischen Prozess. Doch die Entwicklung ist ambivalent: Populisten und Extremisten verbreiten jenseits aller Fakten Hass und Hetze über die sozialen Medien und beeinflussen mit dieser „Hate Speech“ die politische Willensbildung. Und der Missbrauch personenbezogener Daten durch die Big Data Wirtschaft beeinflusst oft unkontrolliert und nicht selten unbemerkt die Lebenschancen und -bedingungen junger Menschen. Die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung reflektiert und diskutiert die positiven wie die negativen Konsequenzen der Digitalisierung:

  • 10.-11. März 2017: Freiraum Netz – jung, kreativ, illegal? Jugend- und Netzpolitisches Forum zu Urheberrecht und informationeller Selbstbestimmung, Ev. Akademie Sachsen-Anhalt.
  • 11. März 2017: Das muss doch mal gesagt werden!“. Zum Umgang mit Hass und Hetze im Netz, Ev. Akademie Baden.
  • 30. März 2017: Die digitale Gesellschaft gemeinsam gerecht gestalten.
    GEMINI-Fachforum im Rahmen des 16. Deutschen Kinder-und Jugendhilfetages, Congress Center Düsseldorf

 

Dem Rechtspopulismus in Europa entgegentreten

Rechtspopulistische Strömungen  gewinnen in Europa an Einfluss. Zum Spektrum gehören nationalistische Parteien wie auch identitäre Bewegungen, die Europaskepsis und Islamfeindlichkeit schüren. Mit ihren jüngsten Wahlerfolgen und durch die Präsenz im Europaparlament stellen sie die europäische Idee einer Gesellschaft, die allen Menschen offen steht, in Frage.
Die Kirchen sind herausgefordert, Stellung zu beziehen. Dazu gehört auch die Bearbeitung des Antisemitismus.

Sie ist zentral für die Aufarbeitung von Gewalttraditionen, für ein Akzeptieren von Ambivalenz und Vielfalt.
Auch aus historischer Perspektive stellt sie ein wichtiges Element einer Strategie gegen den Rechtspopulismus dar.
Die Evangelischen Akademien laden ein zum Diskurs:

  • 24. – 26. Januar 2017: Antisemitismus als politische Theologie.
    Versuche einer neuen Perspektive zum besseren Verstehen, Evangelische Akademie zu Berlin
  • 10. – 12. Februar 2017: Antisemitismus als aktuelle Herausforderung.
    Analyse und Prävention, Evangelische Akademie Hofgeismar
  • 24. bis 26. März 2017: (Neue) Wege der Demokratie.
    Herausforderungen durch rechtspopulistische/nationalistische Parteien in Europa.
    Demokratie-Laboratorium für Studierende, Evangelische Akademie Thüringen
  • 24. – 25. März 2017: Kirche und Rechtspopulismus.
    Zum Umgang der Kirchen mit aktuellen rechtspopulistischen Strömungen, Evangelische Akademie Bad Boll
  • 19. – 20.Mai 2017: Rechtspopulismus in Europa.
    Hintergründe und Ursachen nationalistischer Ideologien, Evangelische Akademie Bad Boll
  • 9. – 11. Juni 2017: Es waren „ganz normale Deutsche“.
    Täterschaft im Nationalsozialismus, Evangelische Akademie Hofgeismar

Gesellschaftspolitische Jugendbildung

17 Jahre lang war Klaus Waldmann in der evangelischen Trägergruppe als Bundestutor für gesellschaftspolitische Jugendbildung tätig. Im Interview blickt er auf die Entwicklung dieses Themas in den vergangenen Jahrzehnten zurück und betrachtet die aktuellen gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen, mit denen die gesellschaftspolitische Jugendbildung konfrontiert wird.

Interview mit Klaus Waldmann zur gesellschaftspolitischen Jugendbildung

Auf dem Wege zu einer "European Christian Convention"

Seit Langem schon geistert die Idee eines „europäischen Kirchentages“ durch die Welt. Vom 1. bis zum 3. Juni 2015 trafen sich nun rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus 19 europäischen Ländern in der Evangelischen Akademie Bad Boll zu einer Vorkonferenz vor dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, um die Idee weiter zu verfolgen und auf den Weg zu bringen. Unter den Teilnehmenden waren Vertreterinnen und Vertreter deutscher und europäischer Akademien zahlreich vertreten. Herausgekommen ist eine „Roadmap to a European Christian Convention“. Der Name „European Christian Convention“ will dabei andeuten, dass durchaus – wie beim Kirchentag – zu einer Versammlung und einem Fest von Christinnen und Christen auf europäischer Ebene eingeladen werden soll, die deutsche Form eines Kirchentages aber bei Weitem nicht das einzig denkbare Modell sein kann. Traditionen, Erwartungen und Modelle vieler europäischer Länder sollen in die Planungen eingehen. Der Aufruf, der aus der Bad Boller Tagung hervorgegangen ist, steht hier im englischen Wortlaut als Download für Sie bereit.

Zeitmangel

Als große Gefahr für Diskurse betrachtet Christoph Picker, Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz, den immer stärker um sich grassierenden Zeitmangel: „Vor 20 Jahren haben sich Entscheidungsträger noch selbstverständlich Wochenenden lang auf Akademietagungen orientiert. Das gibt es in der heutigen Tempogesellschaft kaum mehr.“

Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Christoph Picker.