Evangelische Akademien Deutschland

Protestantisch. Weltoffen. Streitbar.

Die Evangelischen Akademien in Deutschland

„Europa“ als Thema der Evangelischen Akademien

Aus aktuellem Anlass: Aus Anlass des 60jährigen Jubiläums der Römischen Verträge, zu dem die Staats- und Regierungschefs am 25. März 2017 in Rom zusammenkommen und zu dem in vielen europäischen Städten Menschen für Europa demonstrieren werden, hat der europäische Verband der kirchenbezogenen Akademien, Oikosnet Europa, eine öffentliche Stellungnahme zur Zukunft Europas abgegeben. Die Stellungnahme unter dem Titel „For a Europe in Conviviality“ kann (in englischer Sprache) hier eingesehen und heruntergeladen werden.

 

Schon seit vielen Jahren ist Europa als Denk- und Aktionsraumraum für die evangelischen Akademien von immer größerer Bedeutung geworden. Das drückt sich in einer Vielzahl von Diskurstagungen aus, in denen Europa eine wichtige Dimension bzw. Europa als eigenständiges Thema aufgenommen worden ist. 2014 hat die Mitgliederversammlung der EAD ein eigenes Europakonzept erarbeitet und einstimmig verabschiedet. „Die Erosion demokratischer Strukturen und der Aufbau einer europäischen Zivilgesellschaft“ sowie „Solidarität in Europa“ sind zwei Schwerpunktthemen, die die evangelischen Akademien in Deutschland in den kommenden Jahren verstärkt aufnehmen wollen. Darüber hinaus verfolgen die Akademien weiter den Ansatz, Europa zu einer integralen Dimension möglichst aller Tagungen zu machen.

Über das Oikosnet Europe, in dem fast alle deutschen evangelischen Akademien Mitglieder sind, besteht eine Vernetzung mit anderen Akademien und Institutionen der politischen Erwachsenenbildung in Europa und weltweit. Über Oikosnet Europa sind die evangelischen Akademien auch an der Bewegung zu einem Europäischen Kirchentag (European Christian Convention) beteiligt.

Aktuelles

Oikosnet Europa zur Zukunft Europas und der EU

Aus Anlass des 60jährigen Jubiläums der Römischen Verträge, zu dem die Staats- und Regierungschefs am 25. März 2017 in Rom zusammenkommen und zu dem in vielen europäischen Städten Menschen für Europa demonstrieren werden, hat der europäische Verband der kirchenbezogenen Akademien, Oikosnet Europa, eine öffentliche Stellungnahme zur Zukunft Europas abgegeben.

Die Stellungnahme unter dem Titel „For a Europe in Conviviality“ kann (in englischer Sprache) hier eingesehen und heruntergeladen werden.

Der Begriff der „Conviviality“ (Konvivenz) lenkt die Aufmerksamkeit auf den Menschen im Mittelpunkt von Wirtschaft und Politik, auf gemeinsame Werte in Europa und ein notwendiges neues Narrativ für Europa, das sich auf Solidarität und Beteiligungsmöglichkeiten der Menschen an dem gemeinsamen europäischen Projekt gründet.

Oikosnet Europa als Dachverband sowie viele seiner Mitglieder bringen sich seit langem aktiv in den Diskurs um die Zukunft Europas und die gerechte, nachhaltige und partizipatorische Gestaltung europäischer Politik ein. Ziel muss es jetzt sein, mit den richtigen Schwerpunkten Identifikation mit und Engagement für das europäische Projekt zu entfachen, um so die „Krise“ zu überwinden.

 

Europa: Schwerpunktthema der EKD Synode 2016

„So wirst Du leben (LK 10,20). Europa in Solidarität – Evangelische Impulse“ war das Schwerpunktthema der EKD-Synode, die vom 3. Bis zum 9. November in Magdeburg stattfand. Unter den gleichnamigen Titel hat die EKD Synode eine Kundgebung (http://bit.ly/2h9SVK2) erlassen. Während der Synode wurde eine repräsentative Umfrage (http://bit.ly/2gKlqBc) des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD über die Erwartungen deutscher Bürgerinnen und Bürger an die Europäische Union mit zum Teil überraschenden Ergebnissen vorgestellt. Nicht überraschend ist, dass die EU nach Ansicht deutscher Bürgerinnen und Bürger vor allem Solidarität und soziale Gerechtigkeit fördern soll.

Die EAD und Oikosnet Europe waren zusammen mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, der Akademie zu Berlin und den Ökumenischen Bibeldialogen mit einem Stand vertreten, der vor allem die schon bestehenden Netzwerke und die Programme der jeweiligen Partner verdeutlichen wollte. Am Stand ist eine Europakarte entstanden, die die Vielzahl der europäischen Kontakte und Partnerschaften sichtbar machte.

 

EU Fördermittel

Zur Beantragung von EU-Fördermitteln hat die Servicestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Diakonischen Werkes der EKD in Brüssel (http://bit.ly/2g4x8CD) einen „Wegweiser durch die europäische Förderlandschaft“ (http://bit.ly/2gXqwHY) sowie eine „Einführung und Erklärung zu EU Fördermitteln“ (http://bit.ly/2gXqwHY) mit vielen nützlichen Tipps und Kontaktadressen herausgegeben. Der Wegweiser kann auch als Handbuch bei alessandra.hauke@ekd.eu bestellt werden.

 

Ist Ihre Organisation europäisch aufgestellt?

Für Organisationen und Institutionen der Erwachsenenbildung ist eine neues Online-Toll (www.europeanisation.eu) entwickelt worden, um selbst auswerten zu können, ob sie ausreichend aufgestellt sind, um im europäischen Kontext agierten zu können. Das Tool wurde von einer Gruppe von Organisationen wie der EU Fundraising  Association und EMCRA entwickelt. Auch einige kirchliche Akademien in Europa haben sich an der Entwicklung beteiligt.

Das Tool bietet eine Selbstauswertung unter drei Fragestellungen an:

  • Welche Themen sind für die jeweilige Organisation wichtig, um europäisch zu denken und zu agieren?
  • Wo befindet sich die Organisation auf dem Wege, sich zu europäisieren?
  • Welche weiteren Entwicklungen sind denkbar und wünschenswert?

Oikosnet Europe

Oikosnet Europe ist ein Netzwerk von etwas mehr als 40 Akademien und Laienzentren in Europa. Die Mitgliedsorganisationen aus 19 Ländern stammen aus der reformatorischen, der orthodoxen und der römisch-katholischen Tradition. In jedem Jahr nehmen ca. 200000 Menschen aus allen Lebensbereichen an Tagungen, Konferenzen und Festivals zu einem weiten Spektrum an Themen teil. Die Hauptschwerpunkte gemeinsamer Oikosnetprojekte lagen in den vergangenen Jahren auf Themen wie Religion und Demokratie, soziale und nachhaltige Entwicklung, ökumenische Bildung, Migration und Genderfragen.

Die Geschichte von Oikosnet Europa reicht bis in das Jahr 1955 zurück, als der Direktor der Sigtunastiftung (Schweden) und Eberhard Müller, Direktor der Akademie Bad Boll (Deutschland), die Idee entwickelten und umsetzten, eine europäische Vereinigung christlicher Akademien und Laienzentren („Ecumenical Association of Academies and Laity Centers in Europe“, EAALCE) zu gründen. Der Name wurde dann später in „Oikosnet Europe“ umgewandelt.

So unterschiedlich die Mitgliedszentren und Akademien heute auch sein mögen, sie vereint die Überzeugung, dass ihnen als kirchenbezogene Institutionen ein verantwortlicher Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft und zu einem friedlichen Zusammenleben der Menschen aufgetragen ist. Dazu bedarf es wahrhaftiger und tiefgehender, vor allem auch europäischer Diskurse sowie zielgruppenorientierter Bildungsangebote verschiedenster Art.

Oikosnet Europa versteht sich als Teil des weltweiten Oikosnet Netzwerkes mit mehr als 300 Mitgliedsorganisationen in Oikosnet Africa, Oikosnet Europe, Oikosnet Asia , Oikosnet Middle East und Oikosnet America Latina.

Weitere Informationen zu Oikosnet finden Sie unter: www.oikosnet.eu

 

Kontakt Oikosnet

Oikosnet Europe at Sigtunastiftelsen /

The Sigtuna Foundation

Besuchsadresse: Manfred Björkquists Alle 4

Postanschrift: Box 57

S -19322 Sigtuna, Sweden

E-Mail-adresse: office@oikosnet.eu

Telefon: +46-8-59258900

oikosnet.eu facebook.com/oikosneteurope

SEKRETÄR: Rüdiger Noll 

PRÄSIDENT: Jaap van der Sar

 

Europäischer Kirchentag

Europäischer Kirchentag/ European Christian Convention (ECC)

Den eigentlichen Auftakt bildete eine Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll im Frühsommer 2015. Vor dem Deutschen Evangelischen Kirchentag traf sich eine Gruppe von rund 60 TeilnehmerInnen aus vielen Ländern Europas, um die Idee eines Europäischen Kirchentages zu diskutieren und voranzubringen. Jede/r sprach für sich allein, aber die meisten Teilnehmenden vertraten auch die Kirchen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, aus denen sie kamen. Das Ergebnis war eine große Zustimmung für das Unternehmen und eine „Roadmap“, die einen Eindruck davon gibt, wie ein solches Ereignis aussehen könnte und welche Ziele sich damit verbinden.

Im folgenden Jahr traf sich eine ähnliche Gruppe in der Schweiz und brachte als einen ersten Schritt die Konstituierung der Bewegung als eine gemeinnützige Vereinigung nach belgischem Recht auf den Weg. In der Präambel der eingereichten Statuten werden die Ziele noch einmal prägnant zusammengefasst: “Inspiriert durch unseren christlichen Glauben und die Notwendigkeit das christliche Selbstbewusstsein, das christliche Zeugnis und den christlichen Dienst will der Europäische Kirchentag (European Christian Convention) einen deutlichen Beitrag zu einer größeren Einheit und zu einem größeren Zusammenhalt der Menschen in Europa und für die Wahrnehmung der Verantwortung in der Welt leisten. Sein Ziel ist, eine große Versammlung von Christen aus Europa und der ganzen Welt zu organisieren. Die European Christian Convention ist eine gemeinnützige Organisation, die sich als eine Bewegung versteht, die helfen will, Brüche zu überwinden und Heilung für unseren turbulenten Kontinent anzubieten.“

Oikosnet Europe Gründungsmitglied des neuen Vereins und durch Rüdiger Noll in seinem Vorstand vertreten. Aber auch einzelne Mitglieder von Oikosnet Europa, so z.B. die Sigtunastiftung (Schweden), die orthodoxe Akademie Kretas oder das theologische Institut St Andrews (Moskau) finden sich unter den Gründungsmitgliedern.

Kontakt und Newsletterbestellung: Sekretariat (Zürich), Ann-Katrin Hergert, Mail: Ak.hergert@bluewin.ch

 

 

Ansprechpartner

Ansprechpartner Ev. Akademien in Deutschland

  • Noll, Rüdiger

    Bereichsleitung Europa und Ökumene, Geschäftsstelle Evangelische Akademien in Deutschland e. V.

    Zum Profil

Oikosnet: Präsident und Sekretär

Materialien

Hier finden Sie Materialien zum Europakonzept der Ev. Akademien in Deutschland, zu Oikosnet und zum Europäischen Kirchentag.