Foto: Ferdinand Reus

Foto: Ferdinand Reus

TOP Tagungen im Dezember 2009:

Welt wohin?

"Nachhaltigkeit" ist chic und wird mittlerweile für alles Mögliche verwendet. Aber was war ursprünglich damit gemeint? Unter dem Titel "Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt" diskutieren wir die Zusammenhänge zwischen Sozialpolitik, ökologischer Verträglichkeit und internationaler Gerechtigkeit mit TOP-Fachleuten und -Entscheidern. Mit einer 15teiligen Tagungsreihe, die wir gemeinsam mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst eed und "Brot für die Welt" ausrichten, schlagen die Akademien Brücken zwischen den Akteuren. Dabei beziehen wir bewusst unsere Partner aus den südlichen Ländern ein, denn die existentiellen Fragen der Schöpfung sind nur im globalen Zusammenhang behandelbar. Im Dezember laden wir Sie zu den folgenden Tagungen ein:

Weitere Tagungen des Netzwerkprojektes "Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt" finden Sie auf unserer > Projektseite.


TOP Tagungen im November 2009:

Zukunft von Integration und Migration in Deutschland

Die Integration von Zuwanderern ist eine der größten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen für die Zukunft Deutschlands. Heute leben in Deutschland gut fünfzehn Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Es geht nicht nur darum, die Folgen des demographischen Wandels abzufedern und im weltweiten Wettbewerb um die »besten Köpfe« zu bestehen. Es geht auch darum, die Zukunftschancen der Zugewanderten zu mehren, die allzu oft noch verstellt sind. Mit öffentlichen Tagungen und Fachveranstaltungen arbeiten die Evangelischen Akademien an einer Perspektivveränderung: von der Defizitorientierung zu einer Kultur der Anerkennung.

Diese Tagungen sind Teil des Netzwerkprojektes
"Zukunftsfragen von Integration und Migration in Deutschland".

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Türme der Nikolaikirche in Berlin-Mitte, unweit der Bundesgeschäftsstelle der Evangelischen Akademien in Deutschland

Türme der Nikolaikirche in Berlin-Mitte

TOP Tagungen im Oktober 2009:

Kirche in der Stadt ?!

"Die Kirche reckt ihren Turm zum Himmel und macht Reklame mit ihrem Gebimmel", reimte Kurt Tucholsky 1930, um dann fortzufahren: " ... aber drum herum die Häuser der Banken sind eine Etage höher". Zweifelsohne ein Bild mit einer höchst aktuellen Symbolik. Was hält die Stadt in Zeiten globaler Krisen, zunehmender Individualisierung und rasanter Beschleunigung zusammen? Welche Rolle im Stadtleben kann Kirche immer noch oder wieder spielen, wie eine erfolgreiche Kommunikationsstruktur des Evangeliums schaffen? Welche Chancen zur Mitgestaltung des Sozialraums Stadt lassen sich im Zusammenwirken mit anderen Akteuren entdecken und nutzen? Wie wird (bleibt) Kirche in der Stadt hörbar und wirksam?
Die Evangelischen Akademien laden ein zu Gespräch und Reflexion.


Bühne für die Krise: Die Frankfurter Börse.

TOP Tagungen im September 2009:

"Geld regiert die Welt"

...so sagt es der Volksmund in guten wie in schlechten Zeiten. Die Abwärtsspirale von Bankenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise und sozialer Krise in den letzten Monaten hat uns diesen Zusammenhang erneut deutlich vor Augen geführt. Wer aber nun die Schuld nur bei den Bankvorständen, nur bei den Managern, nur bei den Konsumenten, nur bei den Politikerinnen sucht, macht es sich zu einfach. Deshalb fragen wir: Welche Steuerungsmechanismen bestimmen die Wirtschaft? Wie verhalten sich Finanzwirtschaft, Volkswirtschaft und Kaufverhalten der Menschen in Zeiten der Globalisierung zueinander? Welche ethischen Rahmenbedingungen braucht eine soziale Marktwirtschaft?


Im Park der Evangelischen Akademie Tutzing am Starnberger See. Auch hier lässt sich der Sommer gut gestalten.

TOP Tagungen im August 2009:

Sommer, Sonne, Wind ...

Zeit für Ruhe und Muße. Die Intensität des Augenblickes leben, zu sich selbst finden in der Meditation, im kreativen Tun. Gelegenheit für ein Gespräch zu zweit oder in der Gruppe. Gemeinsam Kraftquellen suchen. Oder ein Land literarisch, künstlerisch, musikalisch entdecken. Die Evangelischen Akademien laden Sie ein, einige Sommertage in der Gemeinschaft mit anderen spirituell besinnlich, kreativ und kulturell anregend zugleich zu verbringen.


Vor 60 Jahren in Bad Boll: Nachdenken über den "dritten Weg zwischen Kapitalismus und Bolschewismus". V.l.n.r.: Elly Heuss-Knapp, Theodor Heuss, Frau Wurm und Theophil Wurm damaliger Württ. Landesbischof, Prälat Hartenstein.

TOP Tagungen im Juli 2009:

60 Jahre Deutschland

2009 - ein Jahr der Jubiläen. Die Bundesrepublik Deutschland wird 60 und befindet sich im Krisen- und Wahljahr in heftiger Unruhe. Vor 20 Jahren wurde die DDR von der eigenen Bevölkerung abgeschafft und lebt in der Diskussion um die deutsche Identität munter fort. 70 Jahre nachdem Deutschland den 2. Weltkrieg begonnen hat, ist das Grundgesetz als freiheitlichste Verfassung unumstritten. Und doch gibt zum Beispiel die Unantastbarkeit der Menschenwürde immer wieder Anlass zum Diskurs - in der Bioethik, in der Asylpolitik im Datenschutz. Gleichzeitig stehen die politischen Parteien vor einer der größten Bewährungsproben ihrer Geschichte: im sich zuspitzenden Wahlkampf müssen sie Wege aus der dramatischen Finanz- und Wirtschaftskrise finden und politische Verantwortung über Wahlkampfinteressen stellen.
Die Evangelischen Akademien laden ein.


Nach der Maueröffnung am Brandenburger Tor (1989).

TOP Tagungen im Juni 2009:

Vom Umgang mit der Macht

Christen sind aufgefordert, sich in der Gesellschaft zu engagieren, Position zu beziehen, sich einzubringen. Aber welches Verhältnis entwickelt der / die Einzelne und die Kirche als ganzes zu den jeweils politisch Herrschenden? Das Spektrum ist breit, reicht vom Widerstehen bis zur Anpassung - auch an totalitäre Regime. Und in besonderen Situationen kann Kirche einen entscheidenden Beitrag leisten, die Gesellschaft zu verändern - wie in der friedlichen Revolution von 1989. Für Christinnen und Christen stellt sich jedoch immer die Frage, welchen Beitrag ihr Agieren zu einem lebensdienlichen Umgang mit der Macht leistet oder in der Rückschau geleistet hat.
Die Evangelischen Akademien laden ein zur gemeinsamen Reflexion.


Transportmittelknappheit contra Abwrackprämie. Der Fotograf Moe My Angel hat einen Nenner gefunden für "Süd-" und "Nordländer"-Perspektive.

TOP Tagungen im Mai 2009:

Geiz ist nicht geil, sondern unfair

Sprit aus Biomasse senkt den CO2 Ausstoß hier - aber verschärft die Ernährungskrise in den Ländern des Südens dramatisch. "Geiz ist geil" - aber faire Produktions- und Handelsbedingungen erfordern einen anderen Preis. Technischer Fortschritt ist unverzichtbar - aber nur soweit er eine nachhaltige industrielle Entwicklung fördert. Die Zeiten euphorischer Wachstums- und Globalisierungsphantasien im Sinne eines ungebremsten Neoliberalismus sind vorbei - nicht erst seit Ausbruch der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Globalisierung kann angemessen nur noch gemeinsam mit dem Stichwort Nachhaltigkeit diskutiert werden. Damit wird der unauflösbare Zusammenhang zwischen ökologischen Zerstörungspotenzialen und internationaler Verteilungsgerechtigkeit hergestellt.
Die Evangelischen Akademien führen die Debatte.


Politik konkret

TOP Tagungen im April 2009:

Demokratie fällt nicht vom Himmel...

und wird auch nicht vererbt. Sie muss gelernt, erarbeitet und verteidigt werden. Und das in jeder Generation, in der Provinz und in der Metropole, im Parlament und im Alltag vor Ort. Eine große Aufgabe angesichts globaler Wirtschaftskrisen, zunehmender Unübersichtlichkeit gesellschaftlicher Verhältnisse, rasanter Beschleunigung wissenschaftlich - technischer Entwicklung und zunehmender Vielfalt der Menschen, Religionen und Kulturen, die miteinander auskommen müssen. Politische Bildung kann helfen, Demokratie zu lernen, zu leben und weiterzuentwickeln. Sie informiert über die Verhältnisse und darüber, wie man sie verändern kann. Sie bietet Erfahrungs- und Diskursräume und kann bei der Moderation von Konflikten und Entscheidungen helfen. Dabei ist politische Bildung selbst immer einem ständigen Lernprozess ausgesetzt, entwickelt sich gemeinsam mit ihren Teilnehmenden weiter.
Die Evangelischen Akademien sind mitten drin...


Blick über den Tellerrand: viele Probleme können nur global gelöst werden.

TOP Tagungen im März 2009:

Globalisierung: Bedrohung - Herausforderung - Chance?

Der Teilzusammenbruch des weltweiten Finanzsystems und die daraus folgende globale Wirtschaftskrise, die keine "Wohlstandsinseln" mehr zulässt, machen es erneut deutlich: es gibt weder nationale noch regionale oder kontinentale Lösungen für die umfassenden Gegenwartsprobleme. Das gilt für die Ökonomie und den Klimawandel, für die Erhaltung oder Herstellung des Friedens wie für die Sicherung der Ernährung. Nur ein global geweiteter Blick, umfassende Strategien und gemeinsames Handeln in der "Weltgesellschaft" können Problemlösungsperspektiven eröffnen. Dies zu vermitteln, die Denk- Reflexions- und Handlungsräume zu erweitern, ist unverzichtbar.
Die Evangelischen Akademien beteiligen sich:


Die Zukunft der Kultur in Deutschland. Umstellung notwendig?

TOP Tagungen im Februar 2009:

Neue Perspektiven für den Kulturbetrieb?

Der Abschlußbericht der Bundestags - Enquetekommission "Kultur in Deutschland" enthält 400 Handlungsempfehlungen, die die kulturpolitische Agenda bereichern sollen. Wie gehen Kulturschaffende und politisch Verantwortlich damit um? Wie gelingt es ihnen, sich auf ein zunehmend differenziertes Publikum einzustellen, das sich nicht mehr klassisch in Hochkultur und kommerzielle Angebote einteilen lässt? Und in der globalisierten Welt eröffnen sich zudem neue inhaltliche und kulturpolitische Herausforderungen und Perspektiven, zum Beispiel in interkulturellen und entwicklungspolitischen Feldern.
Die Evangelischen Akademien stellen Fragen und gestalten mit.


Bunte Kindheit in Deutschland?

TOP Tagungen im Januar 2009:

Kinder in Deutschland

Was tut das Vaterland für seine Kinder - bis sie flügge geworden sind und etwas für ihr Land tun können? Nimmt man die gegenwärtigen jugend-, bildungs- und sozialpolitischen Befunde und Diskussionen zusammenfassend in den Blick, dann sieht die Bilanz düster aus: Zu wenig Krippen- und Kindergartenplätze, zu viele Schulabbrecher und immer mehr Kinder, die unter der Armutsgrenze leben müssen. Hinzu kommen medien- und lebensstilvermittelte Probleme wie die zunehmende Übergewichtigkeit und die Herausforderungen der Selbstfindung, z.B. in der Sexualität als Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Kind sein in Deutschland - für die Betroffenen eine Zumutung? Auf jeden Fall eine Herausforderung für die Politik, Ressortgrenzen und -egoismen zu überwinden und eine umfassende und wirksame Kinderpolitik zu entwickeln.
Die Evangelischen Akademien laden ein zum Diskurs:



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