Netzwerk-Projekt Nachhaltigkeit: Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt - Ev. Akademien in Deutschland (EAD) e.V.

v.l n.r.: Johannes Küstner, Brot-für-die-Welt; Dr. Wolfgang Beer, Dachverband EAD; Dr. Friedrun Erben, Ev. Trägergruppe, Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission

Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt

Impulse für eine notwendige gesellschaftliche Debatte
In Kooperation mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) und Brot für die Welt

Ziel dieses Projektes ist es, die Debatten um Nachhaltigkeit und Sozialpolitik, um ökologische Verträglichkeit und internationale Gerechtigkeit zu vernetzen. Die Evangelischen Akademien schaffen damit Diskurszusammenhänge, mit denen es gelingen soll, Brücken zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Medien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen zu schlagen. Mit 15 Tagungen in den Jahren 2009 bis 2011 zu den Themen und Kontroversen der von > BUND, > eed und > Brot für die Welt herausgegebenen Studie > "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" gestaltet das Projekt die politische Debatte mit und initiiert Dialoge über unterschiedliche Zugänge, Perspektiven und Interessen. Durch die Beteiligung von Partnern aus dem Süden wird eine Verschränkung der Perspektiven nördlicher Industrienationen mit denen der Länder des Südens ermöglicht.

Das Netzwerkprojekt wurde am 17. März 2010 auf der Bildungsmesse didacta in Köln als offizielles UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet. Vergeben wurde die Auszeichnung vom Nationalkomitee der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".
> Pressemitteilung zur UN Auszeichnung

Projektleitung: Evangelische Akademien in Deutschland
Dr. Wolfgang Beer, beer@evangelische-akademien.de, Tel. 02973/908546

Dr. Konrad von Bonin

Dr. Konrad von Bonin


Die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", die von Brot für die Welt, dem eed und dem BUNDgemeinsam herausgegeben wurde, will und kann keine fertigen Antworten geben. Sie entwirft jedoch Handlungsansätze, die es auszugestalten gilt. Sie ist damit ein Impuls für die gesellschaftliche Debatte. Dem Evangelischen Entwicklungsdienst ist dabei wichtig, dass die Interessen der Armen und Benachteiligten in den Ländern des Südens bei der Suche nach Lösungen im Blick sind.

Dr. Konrad von Bonin
Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)

Gerd Billen

Gerd Billen


Derzeit verursacht ein Deutscher im Durchschnitt 10 bis 12 Tonnen klimawirksame Kohlendioxidemissionen pro Jahr. Nachhaltig wären 2 Tonnen, denn diese Menge kann jeder Erdbewohner emittieren, ohne dass das Weltklima entgleist. Diese Zahlen mögen verdeutlichen, welche Herausforderung Nachhaltigkeit für die Verbraucher darstellt. Um diese Herausforderung zu meistern, benötigen die Verbraucher ein unterstützendes Umfeld seitens Politik und Wirtschaft. Nötig sind finanzielle Anreizstrukturen, die nachhaltigen und klimaschonenden Konsum belohnen. Und natürlich benötigen Verbraucher verlässliche Informationen und Beratungsangebote.

Gerd Billen
Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv)

Cornelia Füllkrug-Weitzel

Cornelia Füllkrug-Weitzel


Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel. Die industrialisierten Länder leben schon viel zu lange über ihre Verhältnisse. Wir pflegen einen Lebens- und Produktionsstil, der die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit unseres Planeten überdehnt. Wir beschneiden damit auch die Existenzrechte von vielen Hundert Millionen Armen in der südlichen Hemisphäre. Unsere Partnerorganisationen in aller Welt bringen immer wieder zur Sprache, dass es gerade die Armen, sind, die besonders unter den Folgen unserer Konsumgewohnheiten oder der wirtschafts- und handelspolitischen Entscheidungen unseres Landes leiden. Sie haben daher weitreichende Erwartungen, was sich in Deutschland verändern sollte, damit der Süden seine legitimen Entwicklungsansprüche verwirklichen kann. "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" macht deutlich, dass und wie dies möglich ist. Die Konsumgesellschaften des Nordens müssen einen radikalen Wandel vollziehen: von einer Ökonomie der Maßlosigkeit zu einer Ökonomie des Genug. Dies ist Voraussetzung dafür, dass den Armen Gerechtigkeit widerfährt.

Cornelia Füllkrug-Weitzel
Direktorin von "Brot für die Welt"

Barbara Rinke

Barbara Rinke


Angesichts des Klimawandels ist es mit ein paar kleinen Schönheitskorrekturen in unserem Verhalten nicht mehr getan - wir brauchen einen grundlegenden "Lebens-Wandel" mit anderen Maßstäben. Dass das möglich ist, durch nachhaltiges Wirtschaften, zeigt uns die Studie an vielen Beispielen. Sie ist zur rechten Zeit erschienen, um uns zu einem zukunftsfähigen Lebenswandel zu ermutigen. Die EKD-Synode hat diesen Lebensstil als "4D-Lebenswandel" beschrieben, orientiert an Dank, Demut, Denken und Dienst. Dank für das Leben, das ich vom Schöpfer geschenkt bekomme und mit anderen Lebewesen teilen darf. Demut, weil ich nicht Herr oder Herrin der Welt bin, sondern täglich mit den Grenzen meiner Möglichkeiten konfrontiert bin. Denken und Umdenken, denn mein Handeln hat Folgen nicht nur für mich, sondern für die Welt, in der ich lebe. Und schließlich Dienst für die Gemeinschaft, der mich aus der Eigensorge befreit. Ein solcher Lebenswandel gibt uns die Kraft, die ökologischen und sozialen Herausforderungen, die sich im Klimawandel weltweit zeigen, anzunehmen, damit Leben eine Zukunft hat.

Barbara Rinke
Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Dr. Angelika Zahrnt

Dr. Angelika Zahrnt


Nachhaltigkeit, Wachstum, ökologischer Wohlstand - wie geht das zusammen, geht das zusammen? Wie kann die Wirtschaft ökologisch verträglich werden - mit ressourcenleichten Produkten, effizienten Produktionsprozessen und mehr Dienstleistungen statt Produkten? Wie erreichen wir den Übergang zu solaren Energien und pflanzlichen Rohstoffen? Wie kommen wir von einem Lebensstil des "Weiter, schneller, mehr" zur Orientierung an "Besser, anders, weniger"? Wie kann die Abhängigkeit unserer wirtschaftlichen und sozialen Systeme vom Wirtschaftswachstum verringert werden? Wie können wir ein Wohlstandsmodell entwickeln und vor allem vorleben, das weltweit tragbar und übertragbar ist - das sind zentrale Fragen der Studie.

Dr. Angelika Zahrnt
Ehrenvorsitzende des BUND und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung


Mit 15 Diskurstagungen in den Jahren 2009 bis 2011 zu den Themen und Kontroversen der Studie will das Projekt Dialoge über die disparaten Zugänge, Perspektiven und Interessen initiieren. Es geht darum, eine diskursive Vernetzung der Debatten um Nachhaltigkeit und Sozialpolitik, um ökologische Verträglichkeit und internationale Gerechtigkeit herzustellen. Und es geht um die Verschränkung der Perspektiven der nördlichen Industrienationen mit denen der Länder des Südens. In den Teilprojekten werden die internationale Perspektive und insbesondere die Süd-Perspektive durch inhaltliche Fragestellungen und/oder die konkrete Beteiligung von Partnern aus anderen Ländern einbezogen. Die zentralen Positionen und Diskurse des Projektes werden im Anschluss zusammengefasst und veröffentlicht.

Fast alle Tagungen haben bereits stattgefunden. Die letzten Tagungen der Reihe werden sein:

  • Warum ändert sich so wenig und wie lässt sich das ändern?
    Der Beitrag von (politischer) Bildung zur gesellschaftlichen Transformation in ein zukunftsfähiges Deutschland
    Juli 2011, Bad Boll
  • Unermessliches Wachstum
    im Herbst 2011, Berlin


In den Jahren 2009, 2010 und 2011 fanden folgende Tagungen statt:

  • "Lass Dein Brot übers Wasser fahren" - Globalisierung als Chance zur Kooperation
    Die Auswirkungen der Globalisierung für Nord und Süd und die Bedeutung von Kooperationen für den Prozess der Globalisierung
    26.-27.03.2009, Ev. Akademie Baden, Ansprechpartner: Hermann Witter
  • Konsum macht Politik - zwischen Lifestyle und Weltverantwortung
    Wie lässt sich unter der Dominanz des Marketings und des Schaffens neuer Konsumentenmärkte und Marktsegmente ein kultureller Wandel in Richtung eines nachhaltigen und global verantwortlichen Konsums befördern?
    08.-09.05.2009, Ev. Akademie zu Berlin, Ansprechpartner: Dr. Michael Hartmann
  • Mit Visionen auf in eine nachhaltige Zukunft
    Akademie von Schülern für Schüler
    11.-13.05.2009, Ev. Akademie Tutzing, Ansprechpartnerin: Petra Schnabel
  • Atomkraft! Ja, bitte?
    Die neue Debatte um den Ausstieg aus dem Ausstieg
    19.-21.06.2009, Ev. Akademie Hofgeismar, Ansprechpartner: Dr. Horst Meier
  • Nachhaltigkeit: Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts
    Chancen für eine zukunftsfähige Weltgesellschaft, Zukünftige Führungskräfte stellen Fragen nach Steuerungsinstrumenten, nach Zielkonflikten und politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
    03.07.2009, Ev. Akademie Baden, Tagungsleitung Dr. Georg Lämmlin
  • Nachhaltigkeit auf dem Finanzmarkt I
    Herausforderung und Perspektiven Wie müssen Märkte und dabei insbesondere der Finanzmarkt strukturiert sein, damit sie selbst nachhaltig sind und gleichzeitig Nachhaltigkeit in Unternehmen und Gesellschaft fördern?
    30.10.-01.11.2009, Ev. Akademie Arnoldshain, Ansprechpartnerin: Dr. Gotlind Ulshöfer
  • Endliche Ressourcen - Unendliches Wachstum?
    Wirtschaftliche Entwicklung in einer globalisierten Welt im Zielkonflikt zwischen Wachstum, Nachhaltigkeit und Ressourcenverknappung
    20.-22.11.2009, Evangelische Akademie Baden, Ansprechpartner: Siegfried Strobel
  • Ressourcenarm, naturverträglich, einfach und gut
    Zu Transformation und Übergängen in eine solar-solidarische Agrarwirtschaft sowie eine zukunftsfähige Esskultur. Die Tagung fragt nach den Auswirkungen von Agrarpolitik und Esskultur auf den Klimawandel sowie nach den Kriterien für eine nachhaltige Landwirtschaft.
    01.-02.12.2009, Ev. Akademie Bad Boll, Tagungsleitung Jobst Kraus
  • Der ökologische Fußabdruck in einem zukunftsfähigen Deutschland
    Strategien für Zivilgesellschaft und Kirchen zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
    23.-25.04.2010, Ev. Akademie Villigst, Tagungsleitung Klaus Breyer
  • Menschenrechte und internationale Gerechtigkeit
    Zur Bedeutung von wirtschaftlichen und sozialen Rechten für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit
    Die Tagung will zum einen den Diskurs über die wirtschaftlichen und sozialen Drittdimensionsrechte mit unterschiedlichen Akteuren ermöglichen und zum anderen nach Möglichkeiten der Umsetzung in ein Modell nachhaltiger und menschlicher Entwicklung fragen.
    23.-25.04.2010, Ev. Akademie Thüringen, Dr. Michael Haspel
  • Grenzen des BIP
    Wachstum, Zufriedenheit, Nachhaltigkeit
    Evangelische Akademie zu Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Think Tank 30 Deutschland
    23.-25.04.2010, Dr. Michael Hartmann, Alexander Nick
    Geschlossene Veranstaltung (Zu diesem Themenfeld wird im Herbst 2010 oder Frühjahr 2011 eine öffentliche Tagung in Berlin stattfinden.)
  • Prinzip Nachhaltigkeit: Schöpfungstheologische und schöpfungsethische Reflexionen
    Ziel der Tagung ist es, die in der Nachhaltigkeit implizierten religiösen Grundorientierungen aufzudecken und zu fragen, welches der genuine Beitrag einer Schöpfungstheologie und Schöpfungsethik innerhalb der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte sein kann.
    11.-13.06.2010Ev. Akademie Hofgeismar, Dr. Georg Hofmeister
  • Nachhaltiges Wachstum und globaler Finanzmarkt
    Im Mittelpunkt der Tagung stehen Fragen nach Konzeptionen von Nachhaltigkeit im ökonomischen Bereich. Möglichkeiten, Instrumentarien und Grenzen des Zusammenhangs von nachhaltigem Wirtschaften und Finanzmarkt werden mit den entsprechenden Akteuren diskutiert.
    10.-12.09.2010, Ev. Akademie Arnoldshain, Dr. Gotlind Ulshöfer
  • Wie 'sozial' ist ein zukunftsfähiges Deutschland
    Transformationsprozesse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung als Herausforderung für soziale Gerechtigkeit am Beispiel der Energie- und Klimapolitik
    22.-24.10.2010, Ev. Akademie Villigst, Klaus Breyer
  • Warum lässt es uns kalt, wenn es immer wärmer wird?
    19.-21.11.2010, Hofgeismar, Dr. Georg Hofmeister
  • Warum ändert sich so wenig und wie lässt sich das ändern?
    Der Beitrag von (politischer) Bildung zur gesellschaftlichen Transformation in ein zukunftsfähiges Deutschland
    19.-21.11.2010, Ev. Akademie Bad Boll, Jobst Kraus
  • Grenzen des BIP
    Herbst 2010, Berlin, Dr. Michael Hartmann
  • Nachhaltige Grundsicherung
    Kolloquien-Reihe mit Abschlussveranstaltung
    Wie kann eine soziale Grundsicherung ohne Wirtschaftswachstum aufrechterhalten und eine 'gerechte Teilhabe' am gesellschaftlichen Leben auf möglichst umweltverträgliche Weise gefördert werden? Diese Frage wurde in mehreren Kolloquien 2009 und 2010 diskutiert. Auf der öffentlichen Abschlussveranstaltung im Dezember 2010 werden die Ergebnisse präsentiert.
    03.-05.12.2010, Ev. Akademie Sachsen-Anhalt, Jörg Göpfert
  • Nachhaltiges Wachstum und globaler Finanzmarkt
    Im Mittelpunkt der Tagung stehen Fragen nach Konzeptionen von Nachhaltigkeit im ökonomischen Bereich. Möglichkeiten, Instrumentarien und Grenzen des Zusammenhangs von nachhaltigem Wirtschaften und Finanzmarkt werden mit den entsprechenden Akteuren diskutiert.
    27.05.2011, Ev. Akademie Arnoldshain
  • Wie "sozial" ist ein zukunftsfähiges Deutschland?!
    Transformationsprozesse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung als Herausforderung für soziale Gerechtigkeit am Beispiel der Energie- und Klimapolitik
    März 2011, Ev. Akademie Villigst
  • Warum ändert sich so wenig und wie lässt sich das ändern?
    Der Beitrag von (politischer) Bildung zur gesellschaftlichen Transformation in ein zukunftsfähiges Deutschland
    Frühjahr 2011, Ev. Akademie Bad Boll
  • Grenzen des BIP
    Mai 2011, Ev. Akademie zu Berlin

Weitere Tagungen zur Nachhaltigkeit:
im Tagungskalender suchen


Faltblatt zum Netzwerkprojekt
"Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt"
Termine 2009 (pdf-Datei)
Termine 2010 (pdf-Datei)

Pressemitteilung zum Nachhaltigkeitsprojekt (vom 23.04.2009):
download (pdf-Datei)

Pressemitteilung zum Nachhaltigkeitsprojekt (vom 15.03.2009):
> Nachhaltigkeitsprojekt als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet

Weitere Pressemitteilungen der Geschäftstelle

Projektleitung:
Dr. Wolfgang Beer
Evangelische Akademien in Deutschland e.V.
Auguststraße 80, 10117 Berlin
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