CSR Corporate Social Responsibility
In Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung
Das CSR-Projekt der Evangelischen Akademien war
regional an vier Standorten angesiedelt und wurde in
Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung von den
Evangelischen Akademien Villigst, Arnoldshain, Bad Boll
und Meißen realisiert. Die letzten Tagungen haben im
vergangenen Herbst stattgefunden, das Projekt wird
derzeit zum Abschluss gebracht.
Projektleitung: Evangelische Akademien in Deutschland
Dr. habil. Klaus Holz, holz@evangelische-akademien.de, Tel. 030/28395-403
Rückblick:
Mit intensiver Beteiligung von Wirtschaft, Gewerkschaften und NGOs hatten die Evangelischen Akademien ein Projekt zum CSR-Dialog gestartet, das die gesellschaftliche Verantwortung zwischen Unternehmensberichten und die Mitgestaltung des politischdemokratischen Handlungsrahmens ausloten will.
Eine große Zahl von Unternehmen hat Nachhaltigkeitskriterien freiwillig anerkannt und beginnt, diese in der Geschäftspolitik umzusetzen. Für diese Umsetzungsprozesse gibt es herausragende good practice Beispiele. Andererseits finden auch weltweit Verletzungen von wirtschaftlich- sozialen und umweltbezogenen Menschenrechten in den globalen Wertschöpfungsketten statt.
Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) beklagen, dass vorhandene nationale Umwelt- und Sozialgesetzeswerke nur zurückhaltend angewandt werden und multinational auf diesem Gebiet ein Regulierungsvakuum existiert. Fest steht: Die einfache Forderung von einerseits mehr Staat oder andererseits mehr Markt im Interesse von nachhaltigem Wirtschaften ist schon längst überholt. Das konzeptionelle Spannungsfeld zwischen freiwilliger "Selbstregulierung" auf der einen und Ordnungspolitik im demokratischen Handlungsrahmen auf der anderen Seite verlangt nach neuen Deutungsmustern und Diskursformen.
Vor diesem Hintergrund haben die Evangelischen Akademien in Deutschland ein breit angelegtes Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren aufgelegt, das u.a. von der > Hans-Böckler Stiftung mitfinanziert wird. In fünf bundesdeutschen Regionen fanden thematisch fokussierte Workshops, Untersuchungseinheiten und Tagungen statt. Auf Basis ihrer breiten und traditionell guten Kontakte konnten die Akademien dafür Unternehmen, Gewerkschaften, politische Vertreter und Stakeholder-Organisationen gewinnen. Besonderer Wert lag auf der möglichst breiten Beteiligung der Wirtschaftsunternehmen. So beteiligten sich nicht nur Großunternehmen aus der Automobil-, Chemie- und Finanzbranche, sondern auch kleine und mittlere Betriebe, die so genannten KMUs.
Folgende Themen sind fanden in den Regionen statt:
- Nachhaltigkeit in der Anlagepolitik, Riskmanagement, Standards der Rater und
ethisches Investment.
> Evangelische Akademie Arnoldshain (Hessen)
> Verantwortliches Investieren - CSR auf dem Finanzmarkt - Vernetzung von Kommunen, Unternehmen, Unis und Stakeholdern. Zielkonflikte am
Beispiel Auto.
> Evangelische Akademie Bad Boll (Baden-Württemberg)
> Projektseite zum Nachhaltigkeits-Management in Bad Boll
> "Aktuell Meldung: Verantwortlich wirtschaften" vom 20.03.2007 - Die Entwicklung von angepassten und weitergehenden CSR-Standards für eine
Modellregion, in Zusammenarbeit mit ca. 10 kleinen und mittleren Unternehmen
> Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft e. V. (Baden-Württemberg) - Entwicklung von neuen Deutungsmustern und Kommunikation für private und
öffentliche Verantwortung und Test von ordnungspolitischen Instrumenten
> Evangelische Akademie Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) - Modellfall Supplychain: länderübergreifende Bearbeitung von Standards mit
Stakeholdern und Unternehmen zur öffentlichen Beschaffung von Kommunen
> Evangelische Akademie Meissen (Sachsen)
> CSR-Projektseite in Meißen
Tagungen zum CSR-Projekt
>
im Tagungskalender suchen
Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den Projektseiten der beteiligen Akademien und des Projektpartners:
> Projektseite zum Nachhaltigkeits-Management in Bad Boll
> CSR-Projektseite der Ev. Akademie Meißen
> CSR-Projektseite bei der Hans-Böckler-Stiftung


