Zukunft der Bildung in Deutschland: Eine Gleichung mit mehr als einer Unbekannten.

Zukunft der Bildung in Deutschland: Eine Gleichung mit mehr als einer Unbekannten.

Zukunft der Bildung in Deutschland

Die PISA-Studie im Jahr 2000 löste eine Debatte über Qualität und Struktur des Deutschen Bildungssystems aus, die seither nicht mehr zur Ruhe gekommen ist. Der Eifer, im "Bologna-Prozess" besonders schnell die Deutschen Hochschulen zu reformieren, beförderte die Diskussion weiter, der Streit um Gesamtschule contra dreigliedrigem Schulsystem und die Verkürzung der Gymnasialzeit auf 8 Jahre haben die Situation noch komplizierter gemacht. Das Ganze spielt sich ab in einer demografischen Situation, in der klar ist, dass jeder schlaue Kopf in Deutschland in Zukunft dringend gebraucht wird. Wenig hilfreich ist dabei die Länderhoheit im Bildungsbereich, die eine effektive Lösung erschwert.

Innerhalb dieser Problemgemengelage wiesen die Evangelischen Akademien schon früh auf die Notwendigkeit der besseren Verzahnung von Sozial- und Bildungs- und Arbeitssystem hin und haben sich in dieser Richtung engagiert. Durch Tagungen, in denen wir jenseits der offiziellen Bühnen verschiedene Beteiligte an einen Tisch bzw. in eine Veranstaltung brachten, haben wir versucht, pragmatische Lösungen anzustoßen. Das wollen wir weiterhin tun und dabei noch stärker auf Innovationen hinweisen, die es bereits gibt und die innerhalb des Bildungssystems durch engagierte Lehrer und Initiativen angestoßen wurden.

Aus dieser Perspektive entwickelten wir die Initiative "Zukunft der Bildung in Deutschland", die gemeinsames Programm aller Evangelischen Akademien in Deutschland ist. Mit unseren Tagungen fördern wir innovative Ansätze. Und wir mischen uns ein in aktuelle Debatten. Zum Beispiel um die Verkürzung des Abiturs und den sogenannten Bologna-Prozess in den Hochschulen. Zu beiden Themen führten wir beim vergangenen Ökumenischen Kirchentag 2010 eine Werkstatt Bildung ist mehr...! durch. Die Tagungen zu Bildungsfragen für das 1. Halbjahrs 2011 präsentieren wir Ihnen weiter unten auf dieser Seite.

Projektleitung: Evangelische Akademien in Deutschland
Dr. habil. Klaus Holz, holz@evangelische-akademien.de, Tel. 030/28395-403

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun


Der Zusammenhang von Armut und schlechteren Bildungschancen lässt sich nicht verleugnen. Die Erfahrung zeigt, dass Kindern aus armen Verhältnissen häufig die Unterstützung ihrer Familien fehlt und ihnen viele Bildungsmöglichkeiten verwehrt bleiben. Die Diskussion um die finanziellen Mittel greift bei diesem wichtigen Thema jedoch zu kurz. Entscheidend ist, die "Elternfähigkeit" zu erhalten bzw. wiederherzustellen und dafür zu sorgen, dass Kindern im Alltag die Wertschätzung und Zuwendung zukommt, die sie benötigen. Da geht es um ein intensives Beschäftigen mit den Kindern, um eine Integration in Familienaktivitäten statt "TV-Verwahrung", um Kinder zu offenen, aktiven Menschen zu machen. Wir brauchen gut ausgebildete junge Menschen. Hier muss sich im eigenen Interesse auch die Wirtschaft bemühen. Sie tut es bereits durch ein breites Angebot an Ausbildungsplätzen, durch Kombi-Studiengänge, durch Forschungsförderung. Doch damit ist es nicht getan: Wir müssen auch dort ansetzen, wo Schüler durch das Bildungsnetz zu fallen drohen, wo sie in Gefahr sind, überhaupt keinen Abschluss zu bekommen. Erste Gemeinschaftsinitiativen von Unternehmen und Schulen setzen hier an. Nur wenn wir allen jungen Menschen Bildung ermöglichen, ihnen Perspektiven bieten und Chancen aufzeigen, können wir die Zukunft unserer Gesellschaft positiv gestalten.

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

Ingrid Sehrbrock

Ingrid Sehrbrock


Prävention statt Selektion: Armut verschärft die Bildungsmisere. Kinder armer Eltern gehen seltener in den Kindergarten, besuchen eher die Haupt- oder Realschule. Armut determiniert Lebenswege. Noch immer verlässt jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss und ist damit beruflich und gesellschaftlich weitgehend abgehängt. Noch immer haben wir in Deutschland vier Millionen Menschen, die nicht genug lesen und schreiben können, um im Alltag und Beruf zurechtzukommen. Geringqualifizierte sind häufiger arbeitslos, werden schlecht bezahlt und nehmen nicht oder selten an Weiterbildung teil. Wer Armut verhindern will, muss Kinder individuell begleiten und fördern; muss ihre Potentiale erkennen und sie dabei unterstützen, sie zu entwickeln und zu entfalten; muss integrieren statt auszugrenzen. Förderung zahlt sich auch gesellschaftspolitisch aus. Mit höheren Bildungsabschlüssen steigen die individuellen Teilhabe- und Teilnahmechancen auf eine dauerhafte und angemessene berufliche Tätigkeit. Schließlich: die Demokratie braucht Menschen, die sich engagieren; die das System verstehen und die Welt besser machen wollen. Auch politische Bildung ist unverzichtbar.

Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende Vorsitzende, DGB

Randolf Rodenstock

Randolf Rodenstock


Wenn wir Armut verhindern wollen, müssen wir die Bildungsqualität konsequent erhöhen und deutlich mehr in Bildung investieren. Ein ausgezeichnetes Bildungssystem ist die einzige Möglichkeit, um langfristig im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Davon sind wir in Deutschland aber immer noch weit entfernt. Heute haben Arbeitslose oftmals keine ausreichend gute Ausbildung und Qualifikation, um einen Arbeitsplatz zu finden. Bildung ist aber der Schlüssel, denn der Trend hin zu einer Wissensgesellschaft ist in einem rohstoffarmen Land wie dem unseren nicht aufzuhalten. Welche Schritte notwendig sind, damit alle Menschen Zugang zu guter Bildung haben, hat beispielsweise der Aktionsrat Bildung sehr detailliert aufgezeigt. Jetzt ist es an der Politik, diese Reformvorschläge auch umzusetzen.

Randolf Rodenstock
Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Prof. Rolf Wernstedt

Prof. Rolf Wernstedt


Es gibt nicht viel wirklich Neues in der deutschen Bildungsdiskussion. Hätte man vieles, was schon der Deutsche Bildungsrat zwischen 1965 und 1975 gewusst und vorgeschlagen hat, in der alten Bundesrepublik beherzigt und verwirklicht, brauchte man heute nicht so viele Neuentdeckungen alter Erkenntnisse in neuem Gewande zu machen. Neu und deutlicher ist aber seit der Zeitenwende 1989/90 Folgendes: Die von allen akzeptierte Zielvorstellung der Chancengleichheit darf man nicht nur als institutionelle Bereitstellung von Chancen verstehen- die ist in Deutschland realisiert. Man muss vielmehr Bedingungen schaffen und realisieren, die nach Möglichkeit jeden befähigen, die angebotenen Chancen überhaupt erst wahrnehmen zu können. Der Chancengleichheit geht die Chancenbefähigung voraus. Ist diese nicht gegeben, läuft die Chancengleichheit ins Leere und benachteiligt die sozial Schwächeren und nützt nur den bildungsbewussten Teilen der Gesellschaft. Und das ist zu wenig. Um der Gesellschaft und ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit willen, um der Demokratie und ihrer ständigen Neubefestigung willen und um der Würde des Einzelnen und seiner Fähigkeit willen, seine Freiheit unabhängig und verantwortungsvoll nutzen und leben zu können, muss die Bildungspolitik sich als mehr begreifen als Institutionenfetischismus. Sie muss die Stärkeren und die Schwächeren zugleich auf diese Ziele hin versammeln und finanzieren. Wenn sie das nicht tut, verfehlt sie ihren gesamtgesellschaftlichen Anspruch und entlarvt sich als Phrase.

Prof. Rolf Wernstedt
Moderator des Netzwerkes Bildung der Friedrich- Ebert- Stiftung seit 2004, Ehemaliger niedersächsischer Kultusminister und Präsident des Niedersächsischen Landtages.

Hanns-Eberhard Schleyer

Hanns-Eberhard Schleyer


Es kann uns nicht kalt lassen, wenn jedes Jahr fast zehn Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss verlassen und etwa ein Viertel nicht ausreichend rechnen und schreiben kann. Bildung ist der Schlüssel zur sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe an einer Gesellschaft. Ein niedriger Bildungsstand ist die Hauptursache für Armut und Arbeitslosigkeit, aber auch für fehlende Wettbewerbsfähigkeit und soziale Instabilität. Wir müssen die Grundlage für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit schaffen. Mehr Qualität in Erziehung, Bildung und Qualifizierung muss dabei die Leitidee für die Entwicklung von Vorschlägen sein. Eine nationale Bildungsinitiative, die Familien- und Vorschulerziehung, Schul- bzw. Hochschul- und Berufsbildung als ganzheitliche Aufgabe begreift, kann dafür Perspektiven aufzeigen.

Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks


Wir präsentieren Ihnen hier die Tagungen zu Bildungsfragen für das 2. Halbjahr 2011:

  • Kinderakademie "Wir haben Rechte!"
    Eine Ferienwoche für mutige Kinder und solche, die es werden wollen
    In der UN-Kinderrechtskonvention werden Kinder als kompetente Akteure anerkannt, die "zu Recht" Ansprüche an die Gesellschaft stellen können - auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit ebenso wie auf Bildung, Spiel oder Schutz vor Gewalt. Konkrete Erfahrungen und Begegnungen, die den Kindern Mut machen, ihre Rechte auch tatsächlich wahrzunehmen und für sich für ihre Gewährleistung einzusetzen, stehen im Zentrum der Kinderakademie.
    15.-19.08.2011, Sachsen-Anhalt, Eva-Maria Reinwald
  • Von der unreflektierten Emotion zum professionellen Führungshandeln
    Tagung für Führungskräfte im Bildungssystem
    Emotionale Kompetenzen von SchulleiterInnen sind wichtige Parameter für professionelles Führungshandeln und Entwicklung einer gesunden Führungskultur. Emotionales Engagement von Führungskräften ist oft Motor für Veränderungen, kann jedoch auch zu Energieverlusten, Kränkungen und geringer Kooperationsbereitschaft führen. Ziel der Tagung ist es, emotionale Kompetenzen zu erweitern und neue Verhaltensoptionen zu erlangen.
    02.-04.09.2011, Hofgeismar, Uwe Jakubczyk
  • Sprachförderung und Bildungserfolg
    Auf dem Weg in ein integratives und kooperatives Gesamtkonzept von Kita, Schule, Elternarbeit und Kommune
    Sprachkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für gelingende Bildungsprozesse. Mit einer Vielfalt von Maßnahmen und Programmen der Sprachbildung und -förderung wird daher in den Bundesländern die Verbesserung der Bildungschancen aller Kinder - mit besonderer Aufmerksamkeit auf Kinder mit Migrationshintergund - angestrebt. Wie kann es gelingen, Sprachbildung als komplexe, vernetzte und auf Nachhaltigkeit angelegte Querschnittsaufgabe der Bildungs- und Sozialisiationsinstanzen zu entwickeln?
    19.-21.09.2011, Loccum, Andrea Grimm
  • Lernkonzepte zum Fairen Handel
    Material und Konzepte für den Unterricht
    Der Faire Handel bietet gute Möglichkeiten, die Globalisierung und ihre Probleme anschaulich zu vermitteln. An Waren wie Kaffee oder Baumwolle lässt sich zeigen, wie sich unser Verhalten auf das Leben von Menschen in anderen Ländern auswirkt. Die Tagung stellt Unterrichtsmaterial und -modelle dazu vor. Es geht um wirtschaftliche Zusammenhänge in der Einen Welt und die ethische Meinungsbildung.
    07.-08.10.2011, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Aufbruch nach Europa - auch für benachteiligte Jugendliche
    Tagung für Fachkräfte aus Pädagogik, Sozialarbeit und Jugendberufshilfe
    Aus Europa kommt Rückenwind: Jugendliche mit geringen Startchancen sollen verstärkt in Ausbildung, Beruf und Gesellschaft integriert werden. Dazu gehört ihre Partizipation an Europaprogrammen, die Persönlichkeitsbildung und Kompetenzerweiterung fördern. Wie können Bundesländer, Kommunen, Arbeitsagenturen, Träger und Fachkräfte diese erfolgversprechende Arbeit verstetigen, Europaprogramme zu einem selbstverständlichen Teil ihrer Arbeit machen und die Teilhabe aller Jugendlichen realisieren?
    10.-12.10.2011, Loccum, Susanne Benzler
  • Mitmachen Ehrensache
    Fit für das Botschafteramt
    Die Aktion "Mitmachen Ehrensache" und die Evangelische Akademie Bad Boll laden Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg ein, die sich als ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter für diese Initiative an Schulen, bei Arbeitgebern und in den Medien einsetzen wollen. Das Seminar bietet Workshops, in denen öffentliches Auftreten und Kommunikation geübt werden.
    17.-19.10.2011, Bad Boll, Marielisa von Thadden, Gabi Kircher, Günter Bressau
  • Wie verändern sich Lernen, Arbeiten und Kommunikation in der digitalen Kultur?
    Schon bald wird die "Generation Internet" - geprägt von dem, was sie im virtuellen Raum tut, erfährt und erlebt - die bestimmende Generation sein und alle Bereiche der Gesellschaft entscheidend prägen. Wie verändern sich unsere Konzepte und Vorstellungen von Arbeit, Öffentlichkeit und Lernen unter diesen Bedingungen? In Kooperation mit dem Forschungsprojekt "Subjektkonstruktionen und digitale Kultur" (Universitäten Klagenfurt, Hamburg-Harburg, Bremen, Münster).
    21.-23.10.2011, Loccum, Albert Drews
  • Personalräteschulung für Lehrerinnen und Lehrer
    Grundlagen und Arbeitstechniken
    Lehrerinnen und Lehrer, die im Personalrat aktiv sind, können sich auf dieser Tagung das Rüstzeug für diese Arbeit aneignen. Neben Grundlagen für Einsteiger bietet das Seminar Workshops zu spezifischen Fragestellungen und Arbeitstechniken, etwa zur Vorbereitung von Personalrats-Sitzungen oder zur Konfliktlösung. Kooperationspartner ist die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW).
    04.-06.11.2011, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Bildung ist Standortfaktor - und viel mehr!
    Schule und Jugendhilfe zwischen Kooperation und Konkurrenz
    Kommunen als Schulträger sind angesichts demographischer und fachlicher Herausforderungen längst in einen Prozess qualitativer kommunaler Bildungs- und Jugendhilfeplanung eingestiegen. Welches Bildungs- und Förderverständnis liegt dem kommunalen Handeln zugrunde? Was bedeutet es, wenn Bildung zum Standortfaktor erklärt wird und wie verändern sich dabei Kooperation und Konkurrenz zwischen den formellen und informellen Bildungsbereichen, zwischen Schule und Jugendhilfe?
    09.-11.11.2011, Loccum, Andrea Grimm
  • Übergang Schule-Beruf: Niemand darf verloren gehen
    Demografie-Fachtag im Projekt REGIOdrive
    Die Veranstaltung ist eine Weiterführung des Demografie-Fachtags im Juli 2010. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder den Beruf. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels muss alles getan werden, damit auch Jugendliche mit schwächeren Schulabschlüssen eine Lehrstelle bekommen. Niemand darf verloren gehen.
    10.11.2011, Bad Boll, Dr. Irmgard Ehlers, Friederike Winsaur
  • ADHS: Neue Erkenntnisse und Perspektiven
    Aktuelle Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen
    Gemeinsam mit Cordula Neuhaus, Therapeutin und ausgewiesene Expertin in der Forschung zu Aufmerksamkeitsdefizit mit und ohne Hyperaktivität, und weiteren renommierten Experten wollen wir den neuesten Stand der Forschung wahrnehmen und Konsequenzen für Schule, Elternhaus und öffentliche Bewertung des Phänomens ADHS entwickeln.
    12.11.2011, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Gewaltverhältnisse in der Bildung
    In Kooperation mit dem Comenius-Institut und dem Frauen Studien- und Bildungszentrum
    Die Tagung greift die Debatte auf über die subtilen Macht- und Gewaltverhältnisse in Pädagogik und Erziehung in unserer sich als aufgeklärt verstehenden Gesellschaft. Neuere Untersuchungen über die Folgen von Gewalt in der Bildung werden zum Anlass genommen, um über eine Pädagogik der Beziehung und eine Bildung zur Freiheit und Toleranz nachzudenken.
    18.-20.11.2011, Hofgeismar, Uwe Jakubczyk
  • Religiöse Vielfalt in der Schule
    Glaubt, was ihr wollt, aber vertragt euch?
    Durch Migration hat sich eine neue Vielfalt der Religionen in Deutschland etabliert. Vertreten sind nicht nur die verschiedenen islamischen Richtungen, sondern auch Sikhs, Hindus, Buddhisten und eine Fülle von afrikanischen, koreanischen, orthodoxen Kirchen. Wie kann man in der Schule im Religionsunterricht und in der Schulkultur positiv mit dieser Vielfalt umgehen? Welche Konflikte entstehen, welche pädagogischen Konzepte werden gebraucht?
    25.-27.11.2011, Loccum, Lidwina Meyer
  • Schülerfirmen als Lernfeld für nachhaltige Ökonomie
    Bildung für nachhaltige Entwicklung III
    Bildung für nachhaltige Entwicklung steht für ein neues und erweitertes Bildungsverständnis, das die Komplexität des Paradigmas der Nachhaltigkeit in das Lernen selbst holt. "Nachhaltige Schülerfirmen" sind ein Bildungsmodell, mit dem besonders in Niedersachsen neue Wege des nachhaltigen Lernens beschritten werden. Wo stehen die Schülerfirmen in ihrer Arbeit und wie kann der Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit gestärkt werden? In Kooperation mit der BNEAgentur Niedersachsen.
    28.-30.11.2011, Loccum, Andrea Grimm
  • Intelligenz - Schulleistung - Messung
    Intelligenzmessung und Testverständnis zur Schulentwicklung
    Ein Kollegium, das ein Schulprogramm entwickelt, kann Untersuchungen wie PISA und IGLU sowie Intelligenztests und andere Messverfahren nutzen, um dem Ideal einer individuellen Förderung von Schülern näher zu kommen. Das Seminar vermittelt Sicherheit im Gespräch mit Psychologen und hilft, sich eine fundierte Meinung über Testverfahren zu bilden. Auch das Thema Hochbegabung steht auf der Agenda.
    28.-30.11.2011, Bad Boll, Dr. Thilo Fitzner
  • Integration durch religiöse Bildung?
    Interreligiöses Lernen in Beruflicher Bildung und Arbeitswelt
    Interreligiöses Lernen wird in der beruflichen Bildung immer wichtiger. Der Hintergrund: Die Integrationsfrage und der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Die Einwanderungsgesellschaft kann sich keine Bildungsreserven mehr leisten. Wichtige Akteure kommen ins Gespräch: Schule und Universität, Wirtschaft und die großen Religionsgemeinschaften Judentum, Islam und Christentum.
    02.-03.12.2011, Bad Boll, Gerald Büchsel, Dr. Dieter Heidtmann

Weitere Tagungen zur Bildungsoffensive:
im Tagungskalender suchen

Texte:
Dr. Fritz Erich Anhelm (Ev. Akademie Loccum):
Erziehung und Bildung als Auftrag der Kirche an die Gesellschaft (pdf-Datei)

Rückblick:
Startschuss für die gemeinsame Initiative beim 60jährigen Jubiläum
Dokumentation der Auftaktveranstaltung in Berlin mit Beiträgen von Franz Grubauer, Fritz Erich Anhelm, Rüdiger Sachau, Jutta Allmendinger, Randolf Rodenstock, Michael Vassiliadis, Christoph Makschies und Christoph Kähler:
download (pdf-Datei, 40 Seiten)

Bildung ist mehr...!

Gemeinsam mit den Kath. Akademien veranstalteten die Ev. Akademien auf dem ökumenischen Kirchentag in München am Samstag, 15. Mai 2010 eine Werkstatt zum Thema "Bildung ist mehr ...!".

Weitere Informationen auf unser
Kirchentags-Projektseite
Pressemitteilung (vom 29.04.2010)

Pressemitteilung zur Bildungsoffensive (vom 22.10.2008):
download (pdf-Datei)
Weitere Pressemitteilungen der Geschäftstelle