"Dem Frieden der Welt zu dienen ..."

Herausforderungen an die ethische Reflexion und die demokratische Legitimation deutscher Außen- und Sicherheitspolitik.

Die Ziele, mit denen der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan begründet wurde, sind verschiedentlich neu definiert worden und scheinen aktuell aber kaum noch erreichbar zu sein: Vertreibung der Taliban, Durchsetzung der Menschenrechte, Aufbau einer stabilen Zivilgesellschaft und demokratischen Staatlichkeit. Zugleich ist der Rückhalt für die Afghanistan-Politik in der deutschen Bevölkerung sehr gering. Beide Feststellungen verweisen darauf, dass die Veränderungen der deutschen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik nach 1989 nicht grundlegend in einem breiten gesellschaftlichen Diskurs erörtert wurden. Deshalb fehlen eine partizipative Bestimmung legitimer Ziele und eine integrierte Strategie, wie derart komplexe Ziele erreicht werden können. Im Zentrum des Projektes steht die deutsche Afghanistan-Politik. Ziel ist es, einen öffentlichen Diskurs zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren über das Zusammenwirken von Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik zu organisieren. Beteiligt in der Steuerungsgruppe sind: Berlin, Villigst, Loccum, Rheinland, Bad Boll, Thüringen und die FESt (Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft e. V.)

Kontakt: Bundesgeschäftsstelle Ev. Akademien in Deutschland
Dr. habil. Klaus Holz, office@evangelische-akademien.de,